Elektromobilität: Loosdorf will Bundesstraße fit für die Zukunft machen
LOOSDORF. SP-Bürgermeister Thomas Vasku lud Vertreter der heimischen Wirtschaft zu einem gemeinsamen Workshop. Das Thema: Der Ausbau der Infrastruktur im Zuge der B1-Sanierung. Denn die Bundesstraße in Loosdorf soll langfristig auch für eine größere Anzahl an Elektroautos attraktiv werden.

Die Zunahme an Elektroautos verändern das Nutzverhalten auf den Straßen. Deshalb initiierte SP-Bürgermeister Thomas Vasku einen Workshop – er will die B1 im Zuge ihrer Sanierung fit für die Zukunft machen. „Entscheidend muss sein, dass man auch 2030 ohne große bauliche Änderungen die Bedürfnisse der Autofahrer und anderer Verkehrsteilnehmer erfüllen kann“, so Vasku.
Einfamilienhausbesitzer derzeit im Vorteil
„Geht es nach den Prognosen von Zukunftsforschern, dann ist das Elektroauto in den kommenden Jahren nicht aufzuhalten. Schon heute gibt es große Förderungen durch Bund und Land für den Ankauf. Derzeit profitieren nur Einfamilienhausbesitzer davon, da Bewohner im mehrgeschossigen Wohnbau zuhause nicht aufladen können“, erklärt Vasku und fügt an: „Damit sind derzeit nicht alle Bürger gleichgestellt.“ Beim Umbau der B1 sollen daher entsprechende Maßnahmen für die Zukunft gesetzt und Kooperationen geschlossen werden.
Die Wirtschaft als Partner
So soll in Loosdorf eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur entlang der B1 geschaffen werden. Bürger sollen nicht viel weiter als 200 Meter bis zu einer Ladesäule gehen müssen. „Das erhöht die Attraktivität des Handels und Gewerbes entlang der B1 und verschafft allen Bürgern die Möglichkeit, sich für ein gefördertes Auto zu entscheiden“, so der Ortschef. Für Gewerbebetriebe ergebe sich dadurch auch die Möglichkeit, Kunden durch ein zusätzliches Service zum Geschäft zu bringen. Große Markenbetriebe würden das österreichweit bereits seit Jahren vormachen, erklärt Vasku.
Gespräche und Bedarfsanalyse
Loosdorf hat deshalb den Mobilitätsexperten Alexander Simader beauftragt, Gespräche mit der EVN über Kabelverlegungen zu führen. Ziel sei es, so Vasku, dass auch 2030 noch Kabel unter der B1 nachgezogen werden können, ohne die Straße öffnen zu müssen. Er will in Gesprächen mit Betrieben und Wohnbauträgern die Bedürfnisse analysieren. „Wenn Wohnungen für 50 Jahre und mehr gebaut werden, dann darf die Planung nicht mit dem Stand der Technologie von 2020 enden. Da verbauen wir uns Chancen“, so der Ortschef.


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