Lunzer holten sich Meistertitel bei der Staatsmeisterschaft im Armbrustschießen
LUNZ/SEE. Erst seit wenigen Monaten setzt sich der 16jährige Niklas Fallmann mit der Sportart des Armbrustschießens auseinander. Bei der vergangenen Staatsmeisterschaft in Innsbruck belegte er den ersten Platz in seiner Kategorie und ist Österreichischer Meister in der Jungschützenklasse. Mit Tips sprach der frischgebackene Meistertitelträger über die Faszination des Sportes.

„Armbrustschießen ist eine wenig verbreitete Sportart. Ich selbst setze mich erst seit wenigen Monaten damit auseinander“, erzählt Niklas Fallmann im Tips-Interview. „Ich setze mich schon seit geraumer Zeit mit dem Luftdruckgewehrschießen auseinander - bei dieser Sportart werde ich auf jeden Fall auch bleiben. In diesem Jahr habe ich in der Disziplin Luftgewehr bereits die Bezirksmeisterschaft und Landesmeisterschaft gewonnen. Bei der Österreichische Meisterschaft 2018 belegte ich den fünften Platz. Die beiden Disziplinen lassen sich gut vereinbaren, da sich die Luftgewehrsaison im Winter und die Armbrustsaison im Sommer abspielt. Ich bin durch das Luftdruckgewehrschießen und Franz Pöchhacker aus Lunz zum Armbrustschießen gekommen. Da die Sportart im Bezirk Scheibbs kaum verbreitet ist, trainieren wir privat zusammen, meistens einmal pro Woche“, so Niklas Fallmann, der sich im Mai 2018 in Perg für die Staatsmeisterschaft im Armbrustschießen qualifizierte. Seit diesem Zeitpunkt bereitete er sich gemeinsam mit Franz Pöchhacker auf den Bewerb vor.
„Ich hätte nicht damit gerechnet, den Meistertitel in meiner Klasse zu holen“, zeigt sich Niklas Fallmann überrascht und ergänzt „Gerade an diesem Tag hatte ich das Gefühl, nicht gerade meinen besten Wettkampf hingelegt zu haben. Demnach habe ich mir kaum Chancen ausgerechnet, um auf das Podest zu kommen. Der Sieg war knapp, mich trennte nur die bessere Bewertung der letzten 10 Schüsse vom Zweitplatzierten.“
Franz Pöchhacker ist österreichischer Vizemeister in Senioren 2
Franz Pöchhacker trat ebenfalls im Bewerb an und erreichte dabei den zweiten Platz in der Klasse Senioren 2. „Ich beschäftige mich seit neun Jahren mit der Armbrust. Seit meiner Jugend bin ich mit dem Luftgewehr vertraut und daher seit Jahrzehnten in diesem Sportbereich“, erzählt Franz Pöchhacker, der darauf verweist, dass viele Gewehrschützen auch mit der Armbrust schießen, da die beiden Disziplinen Ähnlichkeiten aufweisen. „Im Bezirk Scheibbs sind wir die einzigen, die in dieser Disziplin antreten. Früher war dies einmal anders, doch die Szene ist irgendwie zurückgegangen. Niederösterreichweit gibt es einige gute Schützen“, erzählt Pöchhacker.
„In Klosterneuburg, in Königsstetten und vereinzelt gibt es eine Szene der Armbrustschützen“, ergänzt Niklas Fallmann, der selbst erst vor einigen Monaten zu Franz Pöchhacker kam, um diese Sportart auszuprobieren.
Faszination Armbrustschießen
„Das wichtigste an diesem Sport ist das mentale. Man hat eineinhalb Stunden Zeit für 40 Schüsse. Es ist wichtig sich druchgehend zu konzentrieren, aber auch die Koordination und die Einteilung der Kraft ist von Bedeutung. Immerhin muss die Armbrust auch durchgängig gehalten und gespannt werden“, so Niklas Fallmann.
„Der Schießssport fasziniert grundsätzlich weil es darum geht, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Besonders faszinierend finde ich die Präzession des Gerätes - diese ist schier unglaublich. Ein Gewehr könnte diese niemals erreichen. Und auch die Munition ist erzeugt nur minimale Kosten, da man mit den Bolzen fast unbegrenzt lange schießen kann. Meinen Schießstand für die Armbrust habe ich mir privat zugelegt - das ist für das Training optimal“, so Pöchhacker.


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