Über 300 Menschen kamen zur Stammzellspende-Aktion
MANK. Eine Welle der Hilfsbereitschaft war am vergangenen Freitag im Stadtsaal zu spüren. Die Familie Neudhart – allen voran Sohn Sebastian – hat für den an Leukämie erkrankten Vater Werner eine Stammzellspende-Aktion organisiert. Über 300 Leute folgten zwischen 15 und 18 Uhr dem Aufruf.

Werner Neudhart leidet an einem Knochenmarksdefekt namens MDS. Mittlerweile ist diese Erkrankung zu einer akuten Leukämie geworden. Er bräuchte daher dringend eine lebensrettende Stammzellenspende. Daher hat Sebastian Neudhart gemeinsam mit Agathe Rosenmayr, Ärztin im Allgemeinen Krankenhaus Wien, zu einer Spendeaktion aufgerufen. „So ein Andrang“, fasste Rosenmayr den Freitag zusammen. Die Ärztin arbeitet an der Stammzellspender-Datei der Meduni Wien mit und engagiert sich für den Verein „pro leukämie“. Grundsätzlich kann eine Stammzellspende Leben retten. Am Freitag wurden daher allen Spendern zwei Röhrchen Blut abgenommen. Das Blut wird untersucht und die potenziellen Spender werden in die internationale Spender-Datei aufgenommen. Dort wird überprüft, ob man zu einem Patienten passt. Rosenmayr dazu: „Es wird natürlich vorher überprüft, ob einer der Spender, der heute hier war, zu Herrn Neudhart passt.“ Sollte ein Spender tatsächlich infrage kommen, wird ein Gesundheitscheck gemacht. Die Spende selbst dauert vier bis sechs Stunden. Dabei werden die Stammzellen aus dem Blut gewonnen. „Die Wahrscheinlichkeit einen passenden Spender zu finden liegt bei 1:500.000“, erklärte Rosenmayr und merkte nochmals an: „Es ist so ein Zusammenhalt in der Region, das ist ein Wahnsinn.“ Abschließend bedankte sich Rosenmayr auch noch bei der Tips-Redaktion: „Ohne ihren Artikel wären sicher nicht so viele Leute gekommen. Herzlichen Dank für ihre Unterstützung.“ Das freut uns natürlich - hoffentlich ist ein passender Spender dabei.


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