Ein Jahresrückblick mit Maria Taferls Bürgermeister Heinrich Strondl
Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu – ein guter Zeitpunkt, einen Blick zurück und einen Blick nach vorne zu werfen. Tips bat VP-Bürgermeister Heinrich Strondl das Gemeindejahr Revue passieren zu lassen und in die Zukunft Taferls zu schauen.

Tips: Herr Bürgermeister, welche Projekte wurden in Ihrer Gemeinde in den vergangenen Monaten umgesetzt?
Strondl: In Maria Taferl konnten eine ganze Reihe an Projekten umgesetzt werden. So haben wir im heurigen Jahr 300 neue Parkplätze geschaffen. Eine Zufahrtsstraße in Reitern wurde saniert, ebenso die Durchfahrtsstraße in Untererla. Außerdem entsteht derzeit ein „Weg der Achtsamkeit“ bei uns im Ort. Geplant wurde dieser Weg im Rahmen eines Projektes von Studenten der Universität für Bodenkultur Wien. Derzeit sind wir mit dem Bau des Weges beschäftigt und hoffen auf einen trockenen Winter, damit die Arbeiten zügig vorangehen.
Tips: Was macht den „Weg der Achtsamkeit“ besonders und wie kam der Weg zu seinem Namen?
Strondl: Der Weg wird die Form einer Acht haben und 2,5 Kilometer lang sein. „Weg der Achtsamkeit“ heißt er, weil insbesondere die Sinne des Menschen angesprochen werden sollen. Dazu werden entlang des Wegs Symbole installiert, die die Vorbeikommenden auffordern, auf bestimmte Dinge zu achten. Für Entspannung werden Relaxliegen, Tische und Bänke sorgen. Außerdem werden Obstbäume gepflanzt, damit die Umgebung rund um den Weg zu einem Naschgarten wird. 2018 wollen wir den „Weg der Achtsamkeit“ offiziell eröffnen.
Tips: Vor Kurzem lockte der traditionelle Käsemarkt viele Besucher nach Maria Taferl. Welche Events stehen dieses Jahr noch an?
Strondl: Von 1. bis 3. Dezember lädt Maria Taferl zum Adventdorf. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Konzerte, Kutschenfahrten, Lesungen und vieles mehr werden geboten. Im nächsten Jahr, am 7. und 8. April, veranstalten wir außerdem wieder einen Klostermarkt.
Tips: Das Jahr 2018 steht vor der Tür. Welche Projekte warten auf Sie und die Gemeinde?
Strondl: Der Spielplatz und die Promenade werden neu gestaltet und diverse Wege und Straßen werden wir sanieren. Vier Elektrofahrräder werden angeschafft, die für Ausflüge genutzt werden können. Da wir in der Vergangenheit immer wieder mit Wasserknappheit zu kämpfen hatten, soll außerdem ein neuer Brunnen in Hilmanger gebaut werden – eine sehr kostspielige Angelegenheit. Der Wassermangel hat uns dieses Jahr besonders herausgefordert. Zu Zeiten als der alte Brunnen gebaut wurde, hatte Maria Taferl einen Wasserverbrauch von 45.000 Kubikmetern Wasser im Jahr – heute sind es 116.000 Kubikmeter. Grund für den Anstieg sind mitunter auch viele hauseigene Swimmingpools.
Tips: Sie sind seit sechs Jahren Bürgermeister. Was macht das Bürgermeister-Sein manchmal schwierig?
Strondl: Man möchte es als Bürgermeister grundsätzlich immer jedem Bürger recht machen. Manchmal geht das aber nicht. Von Zeit zu Zeit „nein“ sagen zu müssen, ist für mich das Schwierigste. Ich hoffe, dass die Menschen Verständnis aufbringen können, wenn Dinge nicht möglich sind.
Tips: Welche schönen Seiten hat Ihr Amt?
Strondl: Für mich ist es das Schönste, helfen und Probleme lösen zu können. Sehr gerne gehe ich als Bürgermeister zu Kinderveranstaltungen. Ich mag die Ehrlichkeit unserer jüngsten Mitbürger. Da im Haus des Gemeindeamtes auch der Kindergarten untergebracht ist, gibt es viel Kontakt. Hat etwa ein Gemeindemitarbeiter Geburtstag, klopfen die Kinder an die Tür, um ein Ständchen zu singen – das freut mich jedes Mal sehr.
Tips: Dieser Tage ist die Landesausstellung in Pöggstall zu Ende gegangen. Konnte auch Maria Taferl von dem dortigen Boom profitieren?
Strondl: Ehrlich gesagt, nein. Wir hätten uns mehr erhofft. Maria Taferl ist, was die Landesausstellung betrifft, sicherlich nicht auf die Butterseite gefallen.
Tips: Werden Sie bei den nächsten Gemeinderatswahlen nochmals kandidieren?
Strondl: Ja, 2020 möchte ich nochmals antreten – sofern es die Gesundheit zulässt und die Umstände passen.
Tips: Was wünschen Sie Maria Taferl für die Zukunft?
Strondl: Ich wünsche mir mehr Wohnungen für junge Menschen. Ich kenne viele, die sich bei uns ansiedeln möchten, aber keinen geeigneten Platz finden. Viele Genossenschaften haben Vorbehalte, hier Wohnungen zu bauen, weil Maria Taferl auf einer Anhöhe liegt. Bedenken, dass unsere Gemeinde deshalb im Winter schlecht erreichbar ist, braucht man aber nicht haben – es wird immer verlässlich der Schnee geräumt.
Tips: Wir haben Menschen Ihrer Gemeinde gefragt, was das Leben in Maria Taferl schön macht. Welche Antwort können Sie darauf geben?
Strondl: Man fühlt sich in Maria Taferl einfach wohl. Die Menschen in unserer Gemeinde kommen gut miteinander aus. Außerdem leben wir hier in einer wunderschönen Gegend und haben einen sehenswerten Ausblick auf das Donautal.


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