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Anerkennung für couragierte Mauthausenerin
MAUTHAUSEN. Am Vortag der Internationalen Gedenk- und Befreiungsfeier am 10. Mai wurde vergangenen Samstag ein Denkmal für Anna Pointner enthüllt. Die Mauthausenerin stellte sich couragiert gegen den Faschismus und unterstütze spanische KZ-Häftlinge.

Walter Hofstätter, Vorsitzender der perspektive mauthausen und Bürgermeister Thomas Punkenhofer sowie Vertreter Spaniens hielten eine Rede. Enric Garriga erinnerte an die 70 Jahre seit der Befreiung von Mauthausen ohne die Verantwortung der heutigen Generationen zu vergessen. Rainer Zendron, Vizerektor der Kunstuniversität Linz entwickelte das Denkmal mit Unterstützung der Voest Alpine Linz. Enthüllt wurde es durch die Lehrlinge der Lehrwerkstätte Richard Mayr und Sabrina Mayerhofer. Konzertgitarrist Juan Francisco Ortiz, Sohn des spanischen Mauthausen-Überlebenden Francisco Ortiz Torres, übernahm die musikalische Gestaltung. ZUR PERSON ANNA POINTNER (1900 bis 1991)Anna Langwieser wurde am 21. Februar 1900 in einer Mauthausener Steinarbeiterfamilie geboren. 1920 heiratete sie den Eisenbahner Michael Pointner. Als ein Kind der Familie in die berüchtigte Heilanstalt Niedernhart eingewiesen wurde, erkämpfte Anna Pointner seine Entlassung. Die tief empfundene Gegnerschaft zum Nationalsozialismus ermutigte sie, Widerstandshandlungen zu setzen. Täglich ging am Haus der Familie in der Vormarktstraße ein KZ-Arbeitskommando von etwa 50 jungen Spaniern vorbei. Anna kam in Kontakt mit dem 17jährigen Jacinto Cortés. Als die jugendlichen Spanier ab Oktober 1944 am Arbeitsplatz übernachten durften und nicht mehr in das Konzentrationslager zurückkehren mussten, trafen sie sich manchmal bei Anna Pointner. Eine spanische Widerstandsgruppe schmuggelte Foto-Negative aus dem KZ. Die Jugendlichen des so genannten „Poschacher-Kommandos“ versteckten sie und übergaben sie schließlich Anna Pointner zur Verwahrung. Nach der Befreiung wurden diese Bilder zu Beweismitteln für die Verbrechen der Nationalsozialisten.


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