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SCHWERTBERG. 77 Teams aus sieben Ländern nehmen am Freitag, 7. August , und Samstag, 8. August, die sieben Sonderprüfungen der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor in Angriff. Internationale Spitzenfahrer, zahlreiche Topteams der Austrian Rallye Challenge, zwei reine Damenteams und mehrere Debütanten sorgen für ein vielseitiges Starterfeld.

  1 / 5   Mit Startnummer eins bringt der Tscheche Adam Brezik internationales Flair nach Schwertberg. (Foto: Philip Brunner)

Die Sonderprüfungen führen über insgesamt 85,96 Kilometer. Bereits am Freitagabend können sich die Teams beim Shakedown auf die Rallye einstimmen und bei der „Sprung-Challenge“ die Fans begeistern.

Organisationsleiter Peter Medinger zeigt sich zufrieden: „Wir sind mit dem Nennergebnis ziemlich happy. Erfreulich sind neben zwei Teams aus der Europameisterschaft (ERC) auch zwei reine Damenteams. Außerdem sind aus der Austrian Rallye Challenge nahezu alle Top-Teams am Start. Was uns noch freut: Es starten wieder viele Rookies – das hat bei uns offenbar Tradition. Schön, dass es immer wieder einige Menschen gibt, die das große Abenteuer Rallye wagen. Insgesamt ist unser Starterfeld ein bunter Mix, der sich sehen lassen kann.“

Adam Brezik bringt Europameisterschaftsflair

Mit Startnummer eins bringt der Tscheche Adam Brezik internationales Flair nach Schwertberg. Er nutzt den Bewerb als Vorbereitung auf die eine Woche später stattfindende ERC Barum Rallye.

Gemeinsam mit Zdenek Belak startet der 30-Jährige in einem Skoda Fabia RS Rally2. In der tschechischen Meisterschaft liegt Brezik als Tabellenvierter direkt vor Simon Wagner. In Österreich gewann er 2022 die Blaufränkischland Rallye und wurde im selben Jahr Zweiter bei der Rallye Weiz.

Nach einem schweren Unfall steht er diesmal vor einer besonderen Herausforderung. Sein Sprecher erklärt: „Adam hatte bei der Rally Bohemia einen schweren Unfall und möchte zunächst einmal wieder das Vertrauen zurückfinden, ehe er sich der Abstimmung für die Barum Rallye widmet.“

Dennoch zählt Brezik zum Favoritenkreis.

Christoph Zellhofer wieder im Rally2-Boliden

Mit Startnummer zwei kehrt Christoph Zellhofer erstmals seit der Herbstrallye 2024 in einen Rally2-Boliden zurück. Gemeinsam mit Anna Maria Seidl steuert er einen Ford Fiesta Rally2 Mk2 des ZM Racing Teams.

Zellhofer erklärt: „Es ist jetzt doch schon eine Zeit her, dass ich mit einem Rally2 gefahren bin und für mich ist es wichtig, dass ich wieder ins Fahren komme mit diesem Auto, das sich doch ganz anders fährt wie mein gewohnter Proto. Ich hoffe, dass ich ausnutzen kann, was das Fahrzeug hergibt.“

Sein Ziel ist klar: „Ein Top 3-Platz wäre realistisch.“

Comeback von Gerald Rigler

Gerald Rigler feiert sein Comeback in einem Ford Fiesta Rally2 von RM Racing Austria. Der ARC-Clubmeister von 2014 war seit der Jännerrallye 2023 nicht mehr im Bewerb gestartet.

„Ich will Spaß haben, den Fans eine Freude bereiten und trotzdem schnell fahren“, sagt Rigler.

Da Jürgen Heigl nach dem schweren Unfall bei der ERC Rallye Polen noch genesen muss, nimmt Sigi Schwarz auf dem Beifahrersitz Platz.

Peter Hopf und Stefan Heiland starten in einem weiteren Ford Fiesta Rally2 des ZM Racing Teams. Hopf sagt: „Ich fahre für mich, um weitere Erfahrungen mit diesem Auto zu sammeln.“

Insgesamt gehen neun Fahrzeuge der stärksten Klasse RC2 beziehungsweise Rally2 an den Start.

Lokalmatador Rossgatterer greift wieder an

Lokalmatador Martin Rossgatterer verbindet eine bewegte Geschichte mit der Rallye in Schwertberg. 2008 bestritt er hier seinen ersten Bewerb, 2022 wurde er Dritter. Danach folgten ein technischer Ausfall und ein Unfall.

Rossgatterer sagt: „Ja, ich habe hier schon sämtliche Höhen und Tiefen erlebt. Doch jetzt freue ich mich schon so richtig darauf, hier wieder fahren zu können. Ich betreibe viel Sport und bin topfit. Es taugt mir sehr, dass der Rallyesport wieder zurück in dieser Region ist.“

Gemeinsam mit Andreas Thauerböck startet er in einem Renault Clio Rally3 von Gaßner Motorsport. Mit diesem Fahrzeug erreichte er bei der Jännerrallye 2025 und 2026 jeweils den siebten Gesamtrang.

„Wir sind bei der Jännerrallye so richtig glücklich aus dem Auto gestiegen. Ich bin mit dem Clio zwar noch nie auf Asphalt gefahren, doch das werden wir meistern“, zeigt sich Rossgatterer zuversichtlich.

In der Rally3-Kategorie trifft er unter anderem auf Roland Stengg und Rebeka Kobal, Florian Auer und Elke Irlacher sowie Charles Tuthill und Katrin Becker.

Viele Debütanten in Schwertberg

Die Mühlstein Rallye zieht erneut zahlreiche Neulinge an. Rossgatterer sagt: „2008 fuhr ich meine allererste Rallye hier mit Christian Lindtner als Copilot. Er fuhr dann 2009 einmal selbst die Rallye in einem Fiesta ST – und jetzt kehrt er als Pilot zurück mit seiner Gattin Bianca auf dem Sozius. Das freut mich total. Mich sprechen immer wieder Hobbyfahrer an und die Mühlstein Rallye ist ein guter Boden, um sich im Rallyesport zu versuchen.“

Der 21-jährige Jonas Thürriedl gibt sein Debüt in einem Ford Fiesta ST. Neu dabei ist auch Arik Dinghofer. Das Kellner & Maier Racing Team bringt insgesamt acht Fahrzeuge an den Start, darunter den Fiesta ST von Mario Friesenecker.

Max Zellhofer übernimmt den Suzuki Swift ZMX

In der Proto-Klasse übernimmt Max Zellhofer den sonst von seinem Sohn Christoph pilotierten Suzuki Swift ZMX des ZM Racing Teams.

Das zweite Fahrzeug steuert Patrick Breiteneder. Auf dem Beifahrersitz erfüllt sich Reinhold Gass einen Jugendtraum. Als „Vollgass Reini“ lässt der Quereinsteiger seine Fans in den sozialen Medien an seinem Rallyeabenteuer teilhaben.

In der verbesserten Proto-Klasse sind außerdem Reinhard Frühwald, Christoph Wögerer, Eugen Friedl und Benjamin Lamprecht am Start.

Martin Kalteis gilt als Geheimtipp

Martin Kalteis startet gemeinsam mit Markus Zemanek in einem Mitsubishi Lancer Evo VII.

Kalteis erklärt: „Wir haben ein Bisschen was am Auto verbessert und wollen jetzt einfach wieder Gas geben und eine Gaudi haben.“

In seiner Klasse trifft er unter anderem auf Gerolf Schuller, Philipp Haneder und Jan Dolzer. Ebenfalls am Start ist das deutsche Rallye-Urgestein Hermann Gaßner senior in einem Toyota GR Yaris.

Internationale Konkurrenz in der Rally4-Kategorie

In der Rally4-Kategorie treffen Lukas Dirnberger, Max Maier und Thomas Regner auf internationale Konkurrenten wie Tomas Stuksa, Tomas Vecerka, Robert Mate und Christian Wallner.

Wallner pilotiert gemeinsam mit Lokalmatador Michael Gallistl einen Ford Fiesta Rally4 von RM Racing Austria.

Zwei Damenteams im Starterfeld

Gleich zwei reine Damenteams sind vertreten. Claudia Maier, vormals Dorfbauer, ist seit 2006 als Copilotin aktiv und wurde 2023 Staatsmeisterin in der Kategorie für Fahrzeuge mit Zweiradantrieb. Auch am Steuer verfügt sie über Rallyeerfahrung.

Zu ihrem 40. Geburtstag machten ihr Freunde und Kollegen ein besonderes Geschenk. Maier erzählt: „Es wurde ein Opel Corsa Rally4 vorgefahren und sie haben mich eingeladen, zusammen mit Angelika Letz ein Comeback als Pilotin zu geben. Dazu gab es einen rosa Kotflügel, auf dem alle unterschrieben haben. Das war so ein cooles Überraschungsgeschenk – da möchte ich noch einmal allen dafür danken.“

Mit Pia Steffe und Nadine Dolzer ist ein weiteres Damenteam in einem Mitsubishi Lancer Evo V am Start.

Historischer Europameister startet in Schwertberg

Mit dem Ungarn Tibor Erdi junior ist eine internationale Spitzengröße vertreten. Er startet in einem historischen Ford Sierra Cosworth 4x4.

Der 43-Jährige wurde 2017, 2018 und 2020 ERC2-Europameister und gewann 2024 die historische Europameisterschaft.

Weitere starke Fahrer in der historischen Kategorie sind Johann Georg Lindner im Ford Escort RS1600, Christian Rosner im Porsche 911 RS und Gerhard Fragner im Mazda 323 BG.

Nahezu alle Topteams der Austrian Rallye Challenge dabei

Beim sechsten von insgesamt neun Läufen zur Austrian Rallye Challenge sind nahezu alle Topteams vertreten.

An der Spitze stehen Johann Georg Lindner und Hermelinde Schütter. Für Lindner ist es der dritte Start in Schwertberg.

„Die Mühlstein Rallye ist eine relativ schnelle und anspruchsvolle Rallye und hat mir immer gut gefallen. Wir sind auf jeden Fall top motiviert“, erklärt Lindner.

In der ARCP-Kategorie trifft Hermann Gaßner auf Max Zellhofer. In der Austrian Rallye Trophy ART1 bekommt Peter Hopf mit Christoph Zellhofer einen neuen direkten Konkurrenten.

In der ART2-Kategorie wird der in Polen schwer verunglückte Marcel Neulinger voraussichtlich seine Tabellenführung verlieren.

Nennliste: https://www.muehlsteinrallye.at/2026/nennliste.html

Zeitplan: https://www.muehlsteinrallye.at/2026/zeitplan.html

Mühlstein Rallye Radio 2026

10 Uhr: Stimmen der Fahrer nach der zweiten Sonderprüfung

12.15 Uhr: Stimmen der Fahrer nach der vierten Sonderprüfung

15.25 Uhr: Stimmen der Fahrer nach der sechsten Sonderprüfung

17.20 Uhr: Stimmen der Fahrer vor dem Ziel

Liveübertragung: https://mixlr.com/rallye-radio-noir

Interviews zum Nachhören: https://mixlr.com/rallye-radio-noir/showreel

Rallye Radio Noir auf Facebook: https://www.facebook.com/rallyeradionoir/


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