Bezirksweit größte Sanierung eines sakralen Kulturjuwels
MAUTHAUSEN.Die Pfarrkirche St. Nikolaus prägt mit ihrem 60 Meter hohen Turm weithin sichtbar die unverwechselbare Silhouette des Donaumarktes Mauthausen. Damit das so bleibt, heißt es aktuell für die Verantwortlichen die Ärmel hochzukrempeln. Gründliche Erhebungen ergaben die Notwendigkeit einer Generalsanierung.

Eine gemeinsame Begehung des Bundesdenkmalamtes mit dem Bauausschuss der Pfarre sowie der Diözese brachte einen umfassenden Befund. Um die Sicherheit zu gewährleisten und massiven Schäden an der Westseite in den Griff zu bekommen, wurden bereits einige Vorarbeiten geleistet. Als konkrete Schritte stehen die Renovierung des Turm-Dachstuhles, des Außenputzes, die Drainagierung rund um die Kirche und als große Herausforderung die Neueindeckung des Kirchendaches an. Hier sind noch viele originale Dachschindeln aus der Gotik vorhanden, von denen gut erhaltene Stücke wieder verwendet werden müssen. „Wir können nicht in einem Arbeitsgang abdecken und im nächsten eindecken. Jeder alte Ziegel wird geprüft, mit den neuen gemischt und Streifen für Streifen neu verlegt,“ erklärt Herbert Wahlmüller vom Bauausschuss der Pfarre.
Kosten werden auf über eine Million Euro geschätzt Die Finanzierung dieses Bauvorhabens ist für die Pfarrgemeinde ein großer Brocken. Da sich dieses Kulturjuwel ihrem Besitz befindet, ist diese auch für die Ausfinanzierung verantwortlich und nicht, wie irrtümlich vereinzelt angenommen, das Stift St. Florian. Die Kostenschätzung liegt laut Diözese bei 1,040.600 Euro. Der Finanzierungsplan ergibt nach Abzug aller Förderungen und Eigenmittel ein Minus von rund 350.000 Euro, das mit Erlösen aus Benefizveranstaltungen und Spendengeldern ausgeglichen werden muss. Der finanzielle Beitrag der politischen Gemeinden bei derartigen Projekten orientiert sich meist an der Landesförderung mit rund zehn Prozent und beträgt in diesem Fall etwa zwei Prozent. Über den Zeitplan der anstehenden Renovierungsmaßnahmen befragt, sagt Pfarrleiter Thomas Pree: „Wir entfernen in den nächsten Wochen den Putz an der Westseite. Nach erfolgter Austrocknung wird mit Beginn der Generalsanierung im Frühling 2016 diffusionsoffener Kalkputz aufgebracht. Innerhalb eines halben Jahres müssen sämtliche Arbeiten erledigt sein.“ Von Weitem betrachtet hat sich das Bild seit der Neueindeckung des Turmdaches 1968 kaum verändert, doch es trügt der Schein. Das Ensemble mit romanischem Karner, gotischer Kirche und modernem Pfarrheim ist im Bezirk einzigartig und für zahlreiche Besucher des Ortes Mauthausen eine sehenswerte Attraktion. Um die Finanzierung der notwendigen Sanierungsarbeiten zu unterstützen wird, um steuerlich absetzbare Spenden auf das Treuhandkonto ersucht. SPENDENKONTOTreuhandkonto Bundesdenkmalamt Verwendungszweck: Spende Pfarrkirche Mauthausen IBAN: AT28 3477 7000 0385 3181
INFO Finanzierungsplan Kostenschätzung laut Diözese € 1,040.600 Eigenmittel € 250.000 Förderung DFK € 260.000 (25%) Förderung Land € 120.000 (11,5%) Gemeinde € 20.000 Spenden € 35.000


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