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MAUTHAUSEN. Auf Einladung des Pfarr-Ausschusses Fair Leben machen zwei philippinische Gäste - Adeline Angeles und Jimmy Khayog - mit ihrem Vortrag  „Reiche Böden – Armes Volk“  im Pfarrheim Mauthausen Station.  

Das Organisationsteam von "Fair Leben" mit Josef Leimlehner (Mitte)
Das Organisationsteam von "Fair Leben" mit Josef Leimlehner (Mitte)

„Unser Ausschuss befasst sich seit längerer Zeit mit dem Thema Erhalt der Schöpfung und ist auch um bessere Beziehung zu anderen Religionen und Kulturen bemüht. Auf den Philippinen setzen sich Adeline Angeles und Jimmy Khayog für Menschenrechte und den Schutz der Umwelt ein. Bei ihrem Besuch in Österreich berichten sie, was der exzessive Bergbau in ihrer Heimat mit unserem Konsumverhalten zu tun hat“, sagt Josef Leimlehner vom Fair Leben-Ausschuss.

Abgebaute Rohstoffe vergiften Land und Wasser

Die Philippinen sind reich an Rohstoffen. Es wird vermu­tet, dass unter neun von 30 Millionen Hektar Land Mineralvorkommen lagern. Einige Lagerstätten gehören zu den größten der Welt, wie etwa die Lagerstätte für Gold und Kupfer in Tampakan, einer kleinen Gemeinde im Südwesten der Insel Mindanao. Der exzessive Bergbau vergiftet Land und Wasser, die lokale Bevölkerung profitiert allerdings keinesfalls von den Gewinnen. Die Folgen sind an vielen Orten sicht- und spürbar: Seen und Flüsse, die auf den ersten Blick malerisch die Landschaft prägen, erweisen sich bei genauerer Betrachtung als eine Mixtur giftiger Abfallprodukte. Berge und Hügel sind durchlöchert von tausenden kleinen und größeren Tunnels. Die abgebauten Rohstoffe, die auch in unseren Smartphones, Tablets und Solarpanelen landen, sind für Konzerne ein gutes Geschäft.

Einsatz für Mensch und Natur

Für viele Filipinos hat der Bergbau zwei Seiten. Einerseits schafft er Arbeitsplätze, andererseits ist dadurch die Lebenswelt von indigenen Gemeinschaften in Bergbauregionen bedroht. Die Regierung vergibt die Schürfrechte an internationale Konzerne. Nach großen Dammbrüchen zog Giftschlamm durch die Dörfer und alles Leben im Fluss ist bis heute zerstört.“Es wurden große Schäden angerichtet. Was bleibt, sind vergiftetes Land und kranke Menschen“, erklärt Angeles und fordert: „Was wir brauchen, ist ein Wandel in unserem Lebensstil, um den Verbrauch von Mineralien zu reduzieren.“ Sie wird berichten, wie sich Umweltorganisationen wie MACEC und CorDis in ihrer Heimat für Mensch und Natur einsetzen und verbindliche internationale Verträge für Konzerne und Entschädigungszahlungen an die Betroffenen fordern.

„Reiche Böden – Armes Volk“ - Vortrag und Diskussion

Montag, 16. April , 19.30 Uhr

Pfarrheim Mauthausen


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