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MELK. Textsicher stimmen dieser Tage viele das wohl bekannteste Adventslied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ an. Dass die Zeilen einer geborenen Melkerin, Maria Ferschl, entstammen, bleibt den Sängern meist verborgen.

Foto: Stadt Melk
Foto: Stadt Melk

Von Deutschland aus trat das Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ 1954 seinen musikalischen Siegeszug an. Seitdem ist es in vielen Kirchen und Familien nicht mehr aus der Vorweihnachtszeit wegzudenken. Den Liedtext verfasste die Dichterin und Schriftstellerin Maria Ferschl, die im Jahre 1895 in Melk das Licht der Welt erblickte. Ihr Vater, Anton Ferschl, war kaiserlicher und königlicher Postoberoffizial, schreibt Harald Pfeiffer im zweiten Band des Handbuchs zum Evangelischen Gesangbuch. Ihre frühen Jahre verbrachte Ferschl in Wien, wo sie sich zur Lehrerin ausbilden ließ und zur jüngste Hauptschullehrerin der Stadt wurde. Schüler wurden von Ferschl unter anderem in Deutsch, Geschichte und Singen unterrichtet. Ferschl war Teil der sogenannten katholisch-liturgischen Bewegung, die in den 1930er-Jahren um liturgische Neuerungen, die später das Zweite Vatikanische Konzil vollzog, bestrebt war. 1954 verschlug es die ledig gebliebene Ferschl gemeinsam mit ihrer Schwester nach Baden-Württemberg (Deutschland), wo sie im selben Jahr den heute so bekannten Liedtext von „Wir sagen euch an den lieben Advent“ verfasste. Die Melodie komponierte der Mainzer Kirchenmusikdirektor Heinrich Rohr (1902 – 1997). Zahlreiche Romane, Psalmenübersetzungen und weitere Liedtexte brachte Ferschl im Laufe ihres Lebens auf Papier. 1982 verstarb Maria Ferschl in Baden Württemberg.


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