Politiker, Vordenker, Partymacher: JVP will im Bezirk weiter wachsen
BEZIRK MELK. Maximilian Strobl aus Weiten ist nicht nur der jüngste Gemeinderat im Bezirk Melk, sondern seit Kurzem auch Bezirksobmann der Jungen Volkspartei (JVP). Tips bat den 20-jährigen Nachwuchspolitiker zum Interview und sprach mit ihm über seine Beweggründe, Ziele und Sebastian Kurz.

Die Melker Bezirks-JVP steht unter neuer Führung: Maximilian Strobl folgt Herbert Bitter als Bezirksobmann nach. Strobl ist seit seinem 16. Lebensjahr Mitglied der JVP und steht nun acht Ortsgruppen und 462 Mitgliedern vor. In seinem Heimatort Weiten hat er die JVP nach 30 Jahren Stilllegung reaktiviert und sitzt dort seit 2020 auch im Gemeinderat. Der engagierte Nachwuchspolitiker besucht die Abschlussklasse der IT-HTL in Ybbs und plant, sich gemeinsam mit einem Freund mit einer Werbeagentur selbstständig zu machen.
Tips:Was hat Sie dazu bewogen, sich schon in jungen Jahren politisch zu engagieren?
Strobl: Für mich standen immer der Umsetzungsgedanke sowie die Verbesserung des Ist-Zustandes im Vordergrund, daher habe ich mich so früh schon engagiert. Ich bin einer, der lieber selbst anpackt, anstatt sich nur über das Problem zu beklagen.
Tips:Warum gerade in der JVP? Wofür steht sie aus Ihrer Sicht?
Strobl: Der Unterschied zwischen der JVP und anderen politischen Jugendorganisationen ist, wir sitzen mit am Verhandlungstisch, während man andere politische Jugendorganisationen nur zusehen lässt. Wir sind keine Spitzenpolitiker, sondern wollen in unserer Region etwas verbessern und sind dabei keinesfalls ein reiner Politikverein, sondern auch Partymacher, Vordenker und Anpacker. Das macht uns aus.
Tips:Sie sind aktuell der jüngste Gemeinderat im Bezirk Melk. Welche Erfahrungen haben Sie bislang in der Kommunalpolitik gemacht?
Strobl: Das Schöne an der Kommunalpolitik ist, dass man so nahe an den Bürgern und ihren Anliegen ist. Diese Ebene ist die Greifbarste, daher sitzt hier auch das höchste Vertrauen. Meiner Erfahrung nach ist die Kommunalpolitik ein Platz, bei dem das Miteinander für ein Projekt in der Gemeinde größer ist als ein Parteidenken und das können wir für andere Ebenen mitnehmen.
Tips:Für welche Themen engagieren Sie sich in Ihrer Heimatgemeinde Weiten?
Strobl: In meiner Heimatgemeinde bin ich für Jugend, Umwelt und Europa zuständig und arbeite hier auch Konzepte für unsere Gemeinde aus. Ebenso wichtig sind mir die Feuerwehragenden unserer Gemeinde.
Tips:Welche Ziele haben Sie sich als neuer Bezirksobmann der JVP gesetzt?
Strobl: Als JVP im Bezirk wollen sich mein Team und ich stärker auf unsere Strukturen in den Gemeinden konzentrieren. In unseren Ortsgruppen liegt unsere Kraft, daher ist es mir wichtig, unsere bestehenden Ortsgruppen zu servicieren und neue Ortsgruppen zu verankern. Darüber hinaus möchten wir uns auf Bezirksebene Arbeitsschwerpunkte setzen, zu denen wir praktische Lösungen ausarbeiten werden.
Tips:Sie haben nach ihrer Wahl erklärt, dass Sie wichtige Jugendthemen im Bezirk aufgreifen möchten. Welche zum Beispiel?
Strobl: Der Bereich Jugend ist eine Querschnittsmaterie. Jede Entscheidung, die in der Politik getroffen wird, beeinflusst unser zukünftiges Leben. Wir werden uns im Bezirk unter anderem für Digitalisierung und leistbaren Wohnraum für Jugendliche in ihrer Region stark machen. Durch intensive Gespräche mit den Jugendlichen und Jugendvereinen möchten wir noch weitere Themen herausarbeiten.
Tips:Mit der JVP verbinden viele Menschen vor allem Sebastian Kurz. Ein schwieriges Erbe angesichts der mittlerweile bekannt gewordenen Skandale um seine Person? Welche Reaktionen erleben Sie momentan, wenn Sie für die JVP unterwegs sind?
Strobl: Hätte es Sebastian Kurz nicht gegeben, hätten einige junge Funktionäre nicht die Chance gehabt, in dieser Form zu gestalten und mitzuwirken. Die Chatverläufe sind nicht besonders schön, jedoch sollte man eine klare Linie zwischen dem Inhalt der Nachrichten und den erreichten Ergebnissen ziehen – für die jungen Funktionäre als auch für Österreich. In der JVP arbeiten wir an unseren Zielen und Ideen mit einem neuen Team mit unserer Überzeugung weiter.


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