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MICHELDORF/LINZ. Friedrich Pölzguter war die letzten 20 Jahre Bezirksvorsitzender der Produktionsgewerkschaft (Pro-Ge) in Kirchdorf und 18 Jahre lang Kammerrat der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Landeshauptmann Thomas Stelzer mit der Urkunde für Friedrich Pölzguter (v.l.) Foto: Denise Stinglmayr

Schon in seiner Jugendzeit war Friedrich Pölzguter gewerkschaftlich interessiert: „Das war mir immer schon wichtig. Die Gewerkschaft ist die einzige Organisation, von der die Arbeitnehmer wirklich etwas haben.“ Nach seinem Eintritt bei der Firma TCG Unitech GmbH in Micheldorf übernahm er nach nur drei Jahren den Vorsitz des Arbeiterbetriebsrates.

Die erste große Herausforderung stellte sich im Jahr 2000, als das Unternehmen 400 Leute abbauen musste. „Wir haben damals einen Sozialplan für alle Mitarbeiter, die ausscheiden mussten, erreicht, der vorher noch nie da gewesen ist“, erzählt Pölzguter stolz.

Auch in der Wirtschaftskrise 2008, als dem Unternehmen der Konkurs drohte, konnte er mit seinen guten Kontakten Geld aufstellen. „Wir haben mit Beteiligung der Landesfinanzdirektion und dem Sozialminister damals ein Konzept erstellt. Gott sei Dank konnte vorher ein neuer Eigentümer gefunden werden“, erzählt der Idealist, der die gute Zusammen­arbeit der Betriebsräte im gesamten Bezirk und auch die Kooperation mit Steyr lobend hervorhebt.

Goldenes Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich

Im Steinernen Saal des Landes wurde er von Thomas Stelzer ausgezeichnet. „Es war ein wirklich schöner Rahmen, der Landeshauptmann hat für jeden eine eigene Laudatio gehalten“, so Pölzguter, der sich besonders darüber freute, dass auch der Micheldorfer Bürgermeister Horst Hufnagl bei der Ehrung anwesend war.


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