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MOLLN. Nationalpark Kalkalpen, WWF und Naturschutzbund Österreich drängen weiter auf eine rasche Aufklärung des Verschwindes fast aller männlichen Luchse in der Nationalpark Kalkalpen Region. Die Naturschutzorganisationen und die Landeskriminalpolizei ersuchen Zeugen, sich zu melden, um mit ihrer Aussage weitere Täter überführen zu können. Es wurde eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

Eine Luchsfamilie, Foto: Josef Limberger
Eine Luchsfamilie, Foto: Josef Limberger

„Obwohl eine Jägerin wegen eines Luchsabschusses auf dem Gebiet des Baufonds der Katholischen Kirche Österreich in Weyer gemäß § 181 STGB wegen des Umweltdelikts der vorsätzlichen Gefährdung des Tier- und Pflanzenbestandes verurteilt wurde, ersuchen wir weiter, uns aufschlussreiche Beobachtungen zu melden“, erklärt Nationalpark Direktor Erich Mayrhofer die Beweggründe für die Aktion. „Umweltverbrechen sind kein Kavaliersdelikt und müssen konsequent verfolgt und geahndet werden“, betont der WWF-Experte Christian Pichler.

Streng geschützte Tierarten durch Menschen bedroht

Illegale Verfolgung durch den Menschen stellt noch immer die größte Bedrohung für streng geschützte Tierarten wie Luchs, Bär, und Seeadler dar. „Nicht fehlender Lebensraum, wie man vielleicht annehmen würde, sondern fehlende Akzeptanz der Menschen erschweren es diesen Wildtieren, sich wieder in ihren ehemaligen Lebensräumen zu etablieren“, stellt Obmann Josef Limberger vom Naturschutzbund Oberösterreich klar. Abschüsse torpedieren die erfolgreichen Bemühungen der Arbeitsgruppe LUKA, Luchsen ein Überleben in den Kalkalpen zu ermöglichen.

Nationalpark Kalkalpen, NATURSCHUTZBUND Österreich und WWF wollen mit der Aussetzung der Ergreiferprämie von 10.000 Euro unterstreichen, dass Umweltkriminalität ein ernstes Problem darstellt und massiv bekämpft werden muss. Im Interesse eines effizienten Artenschutzes der vom Aussterben bedrohten Luchse wird die Bevölkerung ersucht, sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der illegalen Abschüsse und zur Ergreifung eines weiteren Täters führen, an Christian Fuxjäger vom Nationalpark Kalkalpen (Tel.: 07584/3951-140) oder Chefinspektor Othmar Coser von der Landespolizeidirektion Oberösterreich (Tel.: 05 913 340-3400, E-Mail: othmar.coser@polizei.gv.at) zu richten.


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