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Der neue Direktor Volkhard Maier sieht als Potential des Nationalparks: "Den Wald spüren und erleben zu können"

Susanne Winter, MA, 16.01.2018 08:12

MOLLN. Seit Anfang des Jahres ist Volkhard Maier Direktor des Nationalparks Kalkalpen. Mit Tips sprach der 50-Jährige über seine Kindheit in den Bergen, die Entscheidung zum Berufswechsel, die Aufgaben im neuen Job und die Zukunft des Nationalparks.

Volkhard Maier in seinem Büro im Nationalpark Zentrum Molln, Foto: Egelseder
Volkhard Maier in seinem Büro im Nationalpark Zentrum Molln, Foto: Egelseder

Tips:Acht Jahre lang waren Sie Geschäftsführer des Naturparks Sölktäler (Anm.: Steiermark). Warum haben Sie sich jetzt für den Berufswechsel entschieden?

Volkhard Maier: In den acht Jahren wurde bereits einiges umgesetzt und die Aufgabe war sehr schön. Bei der Frage, was noch möglich ist, kommt man jedoch auf Naturparkebene an die Grenzen, was die Ressourcen betrifft – personell aber auch finanziell. Die neue Arbeit bietet inhaltlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Für mich war es bei der Entscheidung auch wichtig, dass ich in der Region aufgewachsen bin.

Tips:Was verbinden Sie mit der Region?

Maier: Ich bin in der Radmer (Anm.: Steiermark) aufgewachsen, nur 20 Kilometer Luftlinie vom Nationalpark Kalkalpen entfernt. Meine Eltern haben eine Hütte auf der Wurzeralm gebaut. Dort habe ich Skifahren gelernt und war viel in den Bergen unterwegs.

Tips:Sind Sie nach Oberösterreich gezogen oder pendeln Sie in die Arbeit?

Maier: Mein Hauptwohnsitz bleibt in Sankt Nikolai im Sölktal. Derzeit wohne ich in Molln, würde aber gerne mehr in den Windischgarstner Raum ziehen, weil es eher dem entspricht, wie ich aufgewachsen bin. Molln ist für mich sehr zentral gelegen, denn die Entfernung nach Sankt Nikolai, in die Radmer und zu meiner Partnerin, die in Altenmarkt in Salzburg arbeitet, ist in etwa gleich.

Tips:Was sagt Ihre Familie zum Berufswechsel?

Maier: Wir müssen natürlich erst schauen, wie es sich entwickelt. Aber die Entscheidung wird von meinen Kindern und meiner Partnerin auf jeden Fall mitgetragen.

Tips:Wie gefällt Ihnen die neue Arbeit bisher?

Maier: Ich bin ja bereits seit Ende Oktober einmal wöchentlich hier gewesen. Die Übergabe war sehr freundschaftlich und vertrauensvoll, ich bin auch in Entscheidungen eingebunden worden.

Tips:Wie sehen Sie die Zukunft des Nationalparks Kalkalpen?

Maier: Das Thema Wald ist aufgelegt. Es ist einfach DER Waldnationalpark in Österreich mit den Buchenwäldern als Weltnaturerbe. Durch die Auszeichnung haben die Buchenwälder noch einmal ein anderes Gewicht bekommen. Es geht darum, den Wald für die Besucher bewusst, spürbar und erlebbar zu machen. Da sehe ich noch Potential.

Tips: Was denken Sie, ist die größte Herausforderung im neuen Beruf?

Maier: Jetzt am Anfang, mir einen Überblick zu verschaffen und dann die Vielfalt, die wir nicht nur in der Natur haben, sondern auch in der Firmenkonstellation. Dass man es in der Kommunikation mit den verschiedensten Bereichen schafft, dass jeder die Information bekommt, die er braucht, ist schon eine Herausforderung.

Tips: Was sind Ihre Ziele für den Nationalpark – Stichwort Erweiterung, ist das ein Thema?

Maier: Natürlich, das ist ein gesetzlicher Auftrag. Es ist auch den Eigentümern klar, dass man daran arbeitet und das Thema konkretisiert.

Tips:Sie sind jetzt auch im Vorstand vom Tourismusverband Pyhrn-Priel. Warum?

Maier: Wir wollen die Vernetzung mit dem Tourismus stärker leben. Die Touristiker sind die Profis, die das Know-how haben in diesem Bereich und wir haben den fachlichen Hintergrund. Rund um dieses Netz kann etwas gutes Neues entstehen.

Tips:Ihr Vorgänger, Erich Mayr­hofer, war 20 Jahre lang Geschäftsführer des Nationalparks Kalkalpen. Können Sie sich auch vorstellen, bis zu Ihrer Pension diese Tätigkeit auszuführen?

Maier (lacht): Das ist jetzt eine schwierige Frage nach so kurzer Zeit. Bis jetzt fühlt es sich gut an, aber das muss auch für den Dienstgeber und einen selbst passen, das weiß man ja noch nicht. Aber vorstellen kann ich es mir schon. Das ist kein Job wo ich nach fünf Jahren sage, jetzt mache ich wieder ganz etwas anderes.

Steckbrief

Name: Volkhard Maier

Geboren: 19. Dezember 1967 in Rottenmann

Familienstand: in Partnerschaft

Kinder: zwei

Beruf: Geschäftsführer des Nationalparks Kalkalpen

Hobbys: bergsteigen

Ziele: Ich möchte mich körperlich und geistig fit halten und offen für Neues sein.


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