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Mollner frei-wild-Schauspieler begeisterten in zehn ausverkauften Vorstellungen das Publikum

Susanne Winter, MA, 01.07.2019 12:16

MOLLN. In zehn ausverkauften Vorstellungen sahen Kulturfreunde aus der Region, aus ganz Österreich und dem Ausland die Uraufführung von Thomas Arzts Volksstück „Die Verteidigung von Molln“.

Das Theater frei-wild dankt seinem Publikum. Foto: Kelemen
  1 / 2   Das Theater frei-wild dankt seinem Publikum. Foto: Kelemen

Die Mollner Historien-Legende von der fremden Frau „Barbara“, der Erfinderin der Maultrommel, und deren höchst aktuelle moderne Aufarbeitung berührte das Publikum. Es ist die Kunst, konkret die (Maultrommel-) Musik, die in der so dramatischen wie komischen Geschichte eine gespaltene Dorfgemeinschaft zusammenführt. Eine Parabel, die nicht nur für die Mollner gilt, denn „Molln ist überall und nicht nur bei uns am Land...,“ meint Intendant W. Eduard Sageder mit Blick auf die aktuelle Gesellschaftspolitik. Und außerdem: „Wennst Molln sagst, musst auch Maultrommel“ heißt es im Stück.

Menschlichkeit nicht aus den Augen verlieren

Mit einem großartig agierenden frei-wild-Laienschauspieler-Team und der kongenialen Musik von Manfred Rußmann gelang eine authentische Umsetzung der Mundart-Dichtung. Der Schlierbacher Dichter Thomas Arzt versteht es, „dem Volk aufs Maul zu schauen“ und dabei das große Ganze, die Menschlichkeit, nicht aus den Augen zu verlieren – ohne Zeigefinger, ohne Pathos, zum Weinen und zum Lachen. Ein bewegtes Publikum feierte Autor, Inszenierung, Musik und Darsteller.

Die 2018 krankheitsbedingt verschobene Theater-Jubiläumsproduktion anlässlich zehn Jahre frei-wild geriet so zum bisher größten Erfolg für die rührigen Mollner Theatermacher.


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