Spürnasen trainierten in Molln
MOLLN. Lautes Bellen war vergangenes Wochenende in Molln zu hören, denn rund 60 oberösterreichische Hundeführer trainierten mit ihren 47 Spürnasen im Rahmen der Sommerübung der Oberösterreichischen Rettungshundebrigade (ÖRHB).

Während 18 einsatzfähige Hunde Einsatzübungen durchführten, herrschte für die Junghunde Stationsbetrieb. Zwei bis drei Jahre werden die Vierbeiner ausgebildet, bis sie einsatzfähig sind. Anschließend müssen sie jährlich eine Flächenprüfung sowie einen Einsatztest absolvieren. Grundsätzlich ist jeder Hund dazu geeignet, am geläufigsten sind jedoch Hütehunde wie Labrador, Golden Retriever, Schäferhund sowie Australian Shepherd. „Wichtig ist, dass sie das Wild ignorieren“, sagt Landesausbildungsreferent der ÖRHB Landesgruppe OÖ Walter Wartecker.
Haupteinsatzgebiet ist die Suche nach vermissten Personen. „80 Prozent davon sind Demenzkranke, der Rest Kinder und Suizidgefährdete“, erzählt Wartecker, „zirka 60 Prozent werden lebend gefunden, viele tauchen von selbst auf, einige sind tot und manche findet man gar nicht.“
Sehr gute Teamarbeit
Jeder Hundeführer arbeitet normalerweise mit einem Hund. Er muss wissen, wie das Tier in Ausnahmesituationen reagiert. „Wenn der Hund die Person findet, sollte er bellen. Bei Toten bellt er jedoch normalerweise nicht“, erzählt der Ausbildungsreferent. Auch GPS und Kartenlesen sowie Wetterkunde sind zu beherrschen. Die Übungen machen den Hunden viel Spaß. Für sie ist es ein Spiel, bei dem sie eine Belohnung erhalten, meistens ein Spielzeug oder Futter.
Fakten & Infos
alle Hundeführer arbeiten ehrenamtlich, freiwillig und kostenlos
die ÖRHB wird von Spenden und Förderern erhalten
die ÖRHB OÖ hat 133 Mitglieder, davon 80 aktive Hundeführer und rund 40 einsatzfähige Hunde
in OÖ gibt es acht Staffeln, dem Bezirk Kirchdorf am nähesten ist die Staffel 1 Steyr/Ennstal
die ÖRHB ist unter der Notrufnummer 0128898 sowie über die Landeswarnzentrale der Feuerwehr erreichbar


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