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Landeshauptmann zu Besuch bei Unterwasser-Ausgrabung

Martina Ebner, 25.04.2019 18:19

MONDSEE. Vor kurzem stattete Landeshauptmann Thomas Stelzer der Pfahlbau-Ausgrabung im Mondsee einen Besuch ab. Die Grabungen des Forschungsprojektes Zeitensprung dienen unter anderem der Vorbereitung der Landesausstellung zum Thema „Pfahlbauten“, die für das Jahr 2027 geplant ist.

Ronny Weßling (Crazy Eye), Henrik Pohl (Grabungsleiter), Jutta Leskovar (Projektleiterin Forschungsprojekt „Zeitensprung“), Landeshauptmann Thomas Stelzer und Helena Seidl da Fonseca (Grabungsleiterin)         Fotos: Land OÖ/Denise Stinglmayr
photo_library Ronny Weßling (Crazy Eye), Henrik Pohl (Grabungsleiter), Jutta Leskovar (Projektleiterin Forschungsprojekt „Zeitensprung“), Landeshauptmann Thomas Stelzer und Helena Seidl da Fonseca (Grabungsleiterin) Fotos: Land OÖ/Denise Stinglmayr

„Wir haben uns sehr gefreut, dass sich der Landeshauptmann persönlich die Zeit genommen hat, einen Blick auf unsere Grabung zu werfen“, berichtet Jutta Leskovar vom Oberösterreichischen Landesmuseum, die das Forschungsprojekt leitet. Dank modernster Technologie war ihm das in Mooswinkel auch im wörtlichen Sinne möglich: Das Team der Forschungstaucher ist nämlich mit einer Unterwasserkamera ausgestattet, welche ein Livevideo direkt an die Besucherinnen und Besucher an Bord des Forschungsbootes übertrug.

Wesentlicher Beitrag zur Erforschung des transnationalen UNESCO-Welterbes

Sehr beeindruckt zeigte sich auch Landeshauptmann Thomas Stelzer von der Intensität der Forschungsarbeiten anlässlich seines Besuches in Mondsee: „Wir sind stolz darauf, dass Oberösterreich hier einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung des transnationalen UNESCO-Welterbes der prähistorischen Pfahlbauten leisten kann.“

„Technologisch arbeiten wir hier auf höchstem Niveau“, erläutert Grabungsleiterin Helena Seidl da Fonseca. Die junge Unterwasser-Archäologin hatte dem Landeshauptmann zuvor einen Einblick in die Grabungsdokumentation und Vermessungstechnik gegeben. Auch neue Funde gab es zu bestaunen, wie etwa einen 5.600 Jahre alten Apfel, fein verzierte Keramik aus dieser Zeit und nicht zuletzt Fäkalien, die vermutlich von Ziegen stammen dürften. „Gerade an solchen Resten können wir mithilfe modernster Analyseverfahren viele Erkenntnisse zu den Pfahlbauten in Österreich gewinnen“, ergänzt Grabungsleiter Henrik Pohl.


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