Mühldorfer Schüler übernehmen Verkehrserziehung der Erwachsenen
MÜHLDORF. Mit der bewährten Kampagne „Nimm dir Zeit für meine Sicherheit“ greifen die AUVA-Landesstelle Wien und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) die Thematik „Schnellfahren“ vor Schulen auf und leisten einen wichtigen Beitrag für den Schutz der Schulkinder. Die Schüler erlernen dabei spielerisch richtiges Verhalten im Straßenverkehr und übernehmen die Verkehrserziehung der Erwachsenen. Am 4. März war die Aktion zu Gast in der Volksschule Mühldorf.

Der Weg zur Schule bringt viele Kinder täglich in heikle Verkehrssituationen. Statistisch gesehen ist jeder sechste Verkehrstote ein Fußgänger. Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle ist die Überschreitung des Tempolimits. Und mit der Höhe der Geschwindigkeit nimmt auch die Bereitschaft ab, vor dem Schutzweg anzuhalten. Aus diesem Grund setzen AUVA-Landesstelle Wien und KFV gemeinsam mit den Volksschülern und mit Unterstützung der Polizei im Jahr 2019 die Kampagne „Nimm dir Zeit für meine Sicherheit“ in Niederösterreich fort. Das Ziel: bei allen Kraftfahrzeuglenkern Bewusstsein für die Schwächsten im Straßenverkehr zu schaffen.
„Süßes oder Saures“
Am Aktionstag übernehmen die Schulkinder die Rolle der Verkehrserzieher. Mit Hilfe von Polizei und Aktionsbetreuern messen sie vor der Schule die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge. Wer sich an Tempolimits hält, wird gelobt und bekommt einen „süßen“ Apfel. Wer zu schnell ist, wird nett ermahnt und bekommt eine „saure“ Zitrone.
Mehrere positive Effekte
„Mit der Aktion erfüllen wir zwei wichtige Aufgaben auf einmal: Die Schüler erlernen spielerisch richtiges Verhalten im Straßenverkehr und übernehmen die Verkehrserziehung der Erwachsenen. Mit Hilfe einer mobilen Tempoanzeige oder der Messpistole können sie die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge selber messen und lernen so, die Geschwindigkeit besser einzuschätzen. Gleichzeitig werden die Fahrzeuglenker – mit Hilfe der Kinder – zu mehr Achtsamkeit und Rücksicht im Umfeld einer Schule animiert“, sagt Bernd Toplak, Präventionsexperte der AUVA-Landesstelle Wien.


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