Der April zeigt sich heuer wieder von seiner besonders wechselhaften Seite
MÜNZKIRCHEN. Der April macht ja bekanntlich was er will. In den letzten Tagen hat er deutlich gezeigt, dass dieses Sprichwort nicht unbegründet ist. Tips fragte beim Münzkirchner Hobbymeteorologen Franz Hauzinger nach, wie sich der April in seinen Aufzeichnungen niedergeschlagen hat.

„Die Unbeständigkeit des Wetters im April bewegt sich bei meinen Aufzeichnungen zu rund 70 Prozent in den ersten drei Wochen. Vom 20. bis Ende des Monats pendelt sich das Wetter eher in eine ruhige Phase ein“, so Franz Hauzinger. Der wärmste April seit meinen Aufzeichnungen war 2009 mit etwa 12,3 Grad Celsius. Das Thermometer überschritt da sogar zwölf Mal die 20 Grad Marke. „Als totaler Außenseiter erwies sich der April 2009, da wir kein einziges Mal unter 0 Grad hatten“, erklärt der Hobbymeteorologe. Ebenfalls sehr warme Aprils hatten wir in den Jahren 1998, 2000, 2007 und 2011, mit einer Durchschnittstemperatur von etwa elf Grad. „Als kältesten April zeichnete ich den vom Jahre 1997 mit nur 6,3 Grad auf. Da fiel das Thermometer sogar 14 Mal unter die Null Grad Grenze. 20 Grad erreichten wir kein einziges Mal“, erinnert sich Franz Hauzinger.
Wechselhaft im Mai und Juni
Aber nicht nur der April macht oft, was er will. Laut Hauzinger zeichnen sich Mai und Juni auch eher durch wechselhaftes Wetter aus. Der Grund dafür liegt an den nördlichen Ländern wie Island und Grönland, wo ziemlich starke Stürme herrschen. „Hier muss sich die Natur beeilen mit dem Übergang vom Winter auf Frühling und wiederum zum Sommer. Diese Ausläufer spüren wir dann so um Mitte Mai mit den Eismännern. Der Juni hat auch öfters eine Kältperiode von mehreren Tagen, meistens vom ersten bis zum zweiten Drittel des Monats, die ist bekannt unter der Schafskälte“, so der Münzkirchner abschließend.


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