Eine funktionierende Rettungskette: Tochter rettet Mutter das Leben
BEZIRK PERG. In 99 Prozent der Fälle passiert nichts – Aber im Ausnahmefall bereit zu sein, professionell helfen zu können, ist mehr als nur wichtig. Deshalb starten Ende September wieder Erste-Hilfe-Kurse des Roten Kreuz im ganzen Bezirk. Froh einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert zu haben war auch Anna Müller aus Naarn, als in ihrer Familie ein Notfall eintrat. Mit der Unterstützung des Roten Kreuz konnte sie ihrer Mutter das Leben retten.

Der Wunsch, professionell helfen zu können, wird in der Bevölkerung immer größer: Rekordverdächtige 33.020 Personen absolvierten 2016 beim Roten Kreuz einen Erste-Hilfe-Kurs – auf den Bezirk Perg entfielen dabei stattliche 1840. Die Scheu, als Ersthelfer etwas falsch zu machen, soll den Kursteilnehmern dabei genommen werden. „Das Einzige was man im Notfall falsch machen kann ist nichts zu tun“, erklärt der Bezirksstellenleiter Werner Kreisl. „Ein Erste-Hilfe-Kurs nimmt die Angst, gibt Sicherheit und lohnt sich zu 100 Prozent.“
Tochter holt Mutter ins Leben zurück
Dass ein Erste-Hilfe-Kurs Leben rettet, wissen auch Gabriele Müller und ihre Tochter Anna aus Naarn. Als ihre Mutter eines Tages im Wohnzimmer zusammenbrach und nicht mehr atmete, setzte Anna sofort den Notruf ab. Leitstellendisponent Patrick Findt vesuchte zu beruhigen. Er gab über das Telefon Anleitung, was zu tun ist und führte die Tochter durch die Reanimation. „Ich hatte schon einmal einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert, habe aber in dieser Situation nicht gewusst, ob ich es richtig mache. Aber Patrick hat mir den Stress genommen“, so Anna Müller. Nach sieben, scheinbar unendlich langen Minuten, war der Notarzt am Einsatzort und versorgte Frau Müller. Durch die perfekt funktionierende Rettungskette und den tapferen Einsatz ihrer Tochter geht es Gabriele Müller nun wieder gut. „Wir werden jetzt noch einen Erste-Hilfe-Auffrischungskurs machen“, so Anna.
Kursbeginn im Bezirk
Start der Erste-Hilfe-Kurse ist Mittwoch, 27. September, in den Dienststellen Grein, Perg, Schwertberg, St. Georgen/Gusen, St. Georgen/Walde und Waldhausen. Nähere Infos dazu telefonisch unter 07262/54444-10 oder online auf www.roteskreuz.at/perg


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden