Natternbacher FPÖ-Funktionär wünscht sich Vergewaltigung für Grünen-Politikerin
NATTERNBACH. Ein folgenschweres Facebook-Posting kostete einem Natternbacher FPÖ-Funktonär sein Amt. Dieser ist als Kassier der FPÖ-Ortsgruppe Natternbach tätig und Ersatzmitglied im Gemeinderat. In seiner Aussage in dem sozialen Online-Netzwerk wünscht sich der Mann, dass die Grünen-Politikerin Alev Korun von Flüchtlingen vergewaltigt wird.

Laut der Facebook-Seite „FPÖ Fails“, die den Fall ins Rollen brachte, soll der Mann gepostet haben: „I wünsch den sötnschiachn hirnlosn lemmingsweibal an gepflegten unfreiwilligen rudelbumsara vo ihre geliebten unzurechnungsfähigen kreaturen“.
Partei-Austritt erklärt
Laut Aussagen der FPÖ-Landespartei hat der Natternbacher seinen sofortigen Austritt aus der FPÖ bekannt gegeben und wird mit sofortiger Wirkung sein Mandat als Ersatzgemeinderat zurücklegen. „Somit ist er einem Parteiausschluss zuvor gekommen“, erklärt der Landesparteisekretär der FPÖ Oberösterreich, Erwin Schreiner. Auch die Ortsgruppe der FPÖ Natternbach distanziert sich von den Äußerungen des Kassiers. „So etwas ist unentschuldbar und charakterlos. Wir distanzieren und davon und wollen damit nichts zu tun haben. So etwas ist respektlos und hat mit Menschenwürde nichts zu tun. Dabei ist es egal welche Gesinnung man hat, man darf keinen Hass haben. Wer sich nicht am Boden der Realtität halten kann, hat in der Politik nichts verloren“, erklärt der Natternbacher FPÖ-Gemeinderat Johann Humer.
Grüne fordern Konsequenzen
Mit seinem Parteiaustritt kam der Natternbacher den Forderungen der Grünen zuvor, die nach den Entgleisungen auf Facebook Konsequenzen fordern: „Wir nehmen FPOÖ-Chef Haimbuchner in die Pflicht, unverzüglich die entsprechenden Schritte zu setzen. Der FP Landeschef steht zudem vor der Tatsache, dass in den Reihen der FPÖ immer wieder unbelehrbare Personen für derartige Eklats und die sogenannten „Einzelfälle“ sorgen. Personen, an denen Mäßigungsappelle spurlos vorbeiziehen und die weiterhin ihre krude Gedankenwelt und verbale Ausfälle in den sozialen Medien verbreiten“, erklären die Grünen Oberösterreich.


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