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NATTERNBACH. Besonders fleißig ist ein Biber in der Gemeinde Natternbach unterwegs. Eines seiner Bauwerke sollte auf Anordnung der Gemeinde entfernt werden - das Problem: bei der Bezirkshauptmannschaft wurde dieses Vorhaben vorab nicht genehmigt.

Aufregung herrscht über einen Biberdamm in der Gemeinde Natternbach.Foto: Symbolbild: Ghost Bear/Shutterstock.com

Wenn es um den Biber geht, scheiden sich in der Gemeinde Natternbach die Geister. Ein Gemeinderat will mitbekommen haben, dass die Gemeinde die illegale Zerstörung eines Biberdammes plant. Durch eine Intervention des Naturschutzreferenten des Landes Oberösterreich, der Abteilung Naturschutz und der zuständigen Bezirkshauptmannschaft, wäre das Vorhaben „in letzter Sekunde“, wie es heißt, gestoppt worden.

Kritik vom Naturschutzreferent

„Ich bin erschüttert, dass gerade eine Gemeinde die Zerstörung eines Biberdammes auf Privatgrund rechtswidrig anordnet. [...“ Ein solch dreistes Vorgehen ist ein Schlag ins Gesicht jedes engagierten Naturschützers“, meint Naturschutzreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ).

Schäden an Grundstücken

Völlig anders sieht das Bürgermeister Josef Ruschak (ÖVP). Gemeinsam mit dem Amtsachverständigen für Naturschutz hätte man sich die Lage angesehen, ein Abriss des Baus wäre erlaubt gewesen, sofern das Leben des Bibers nicht beeinträchtig wird. Die flußangrenzenden Grundstücke hätten sich laut dem Bürgermeister bereits in ein Sumpfgebiet verwandelt, dazu kämen große Schäden an den Bäumen. Deshalb sei es notwendig den Damm zu entfernen. „Wir tun ja dem Biber nichts, nur ein Damm muss weg“, stellt Ruschak klar. Michael Göttfert von der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen bestätigt, dass vom Amt der Abriss noch nicht genehmigt wurde. „Es mag sein, dass die Entfernung des Baus bewilligungsfähig ist, bei uns ist jedoch noch kein Antrag eingelangt.“


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