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Mühlviertler Hopfenbauern und Braumeister freuen sich über 257 Tonnen Hopfen in bester Qualität

Martina Gahleitner, 10.10.2017 13:51

NEUFELDEN. Josef Reiter, Obmann der Mühlviertler Hopfenbaugenossenschaft, braucht nur einen Blick auf die vielen Muster an Hopfensorten zu werfen und weiß: Das ist ausgezeichnete Qualität. Etwas genauer hat bei der diesjährigen Hopfenbonitierung die Kommission rund um Brauunion-Einkaufsleiter Johann Jäger hingeschaut – sie kamen aber auf dasselbe Ergebnis: Der Mühlviertler Hopfen ist heuer besonders gut.  

  1 / 14   Fühlen, Schauen, Riechen: Auch heuer wurde der Mühlviertler Hopfen von den Fachleuten rund um Johann Jäger von der Brauunion (r.) wieder genau unter die Lupe genommen. Foto: Gahleitner

Trotz spätem Frost sowie Hitze und Trockenheit im Mai und Juni hat sich das Hopfenjahr im Mühlviertel gemausert. Vor allem die regelmäßigen Niederschläge ab Juli haben dem grünen Gold gut getan: „Der Blütenanflug war sehr gut und die Dolden haben sich prächtig ausbilden können. Bei der Ernte hat man fast keine Blätter mehr gesehen, nur mehr Hopfendolden“, berichtete Josef Reiter, der seit 40 Jahren als Hopfenbauer aktiv ist. 257 Tonnen konnten schließlich auf den Mühlviertler und Waldviertler Hopfenfeldern geerntet werden – in besonders guter Qualität, ergänzte Reiter.

Lauter Einser

Dem können die Brauereichefs und Braumeister, die gemeinsam mit den Hopfenbauern zur Bonitierung nach Neufelden gekommen waren, nur zustimmen. Und auch die Experten, die als Kommission an den vielen Hopfenmustern gerochen, gefühlt und sie zerbröselt haben. Die Bonitierung ergab schließlich 100 Prozent 1. Qualität.

Welternte besser als erwartet

Zufrieden mit dem Mühlviertler Hopfen zeigte sich auch Johann Jäger von der Brauunion. Er kennt auch die Situation auf dem Weltmarkt, wo die Ernte nicht so schlecht wie prognostiziert ausfiel. Denn „Warnmeldungen haben zeitweise für einige Irritationen und Verkaufsstopps bei Hopfenhändlern geführt“, sagte Jäger. „Dennoch müssen wir uns künftig auf kleinräumig schlechtere Ergebnisse einstellen, die klimatisch bedingt sind.“ Jäger wies etwa auf Spanien hin, wo ganze Flächen wegen Hagelschäden ausgefallen sind. „Das sind regionale Erscheinungen, die aber den Markt beeinflussen.“

Hopfenbauern gesucht

Indes ist die Auftragslage für die Mühlviertler Hopfenbauern gut. „Absatzmöglichkeiten sind da, wir suchen deshalb neue Hopfenbauern, die auch frisches Blut in unsere Genossenschaft bringen“, meinte Josef Reiter abschließend. Vor allem vom Biohopfen könnte es noch viel mehr geben, hier wächst der Markt schneller als das Angebot.


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