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Trotz Hitze und Trockenheit: Mühlviertler Hopfenbauern ernteten 270 Tonnen in bester Qualität

Martina Gahleitner, 09.10.2018 14:35

NEUFELDEN. 99,7 Prozent der Hopfenproben fallen nach Bewertung der Kommission in die Klasse I: Mit diesem Ergebnis der Hopfenbonitierung zeigt sich einmal mehr, dass die Mühlviertler Hopfenbauern erstklassige Qualität in ausreichender Menge für die Brauereien liefern - obwohl es das Wetter den Landwirten nicht leicht machte.

  1 / 7   Die Kommission rund um den erfahrenen Bonitierer Brauunion-Einkaufsleiter Johann Jäger (Bildmitte) hat die Güte des Mühlviertler Hopfens bestimmt und war äußerst zufrieden damit. Foto: Gahleitner

„Es war ein sehr anstrengendes Jahr“, fasste Josef Reiter, Obmann der Mühlviertler Hopfenbaugenossenschaft, zusammen und gab einen kleinen Rückblick auf das Vegetationsjahr: Der trockene April sorgte für einen beinahe explosionsartigen Wuchs der Hopfenstauden. Eine Herausforderung für die Hopfenbauern, die nur durch Saisonarbeiter bewältigt werden konnte. Diese seien allerdings nicht so leicht zu finden, meinte Reiter.

In den Hopfenmonaten Juli und August hat sich der Hopfenbestand trotz Hitze und Trockenheit gut entwickelt, Dürreschäden sind nur vereinzelt aufgetreten. Der Krankheitsdruck war eine Herausforderung, doch durch das Know-How der Landwirte konnten gröbere Schäden vermieden werden.

Mehr geerntet als im Vorjahr

Am Ende konnten 270 Tonnen Hopfen geerntet werden. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr sogar ein Plus von vier Prozent. Nur die Bitterhopfen-Sorte Magnum habe massiv ausgelassen, wies Geschäftsführer Manuel Starlinger auf ein Sorgenkind hin: Hier fiel die Ernte um 40 Prozent geringer aus, als im Vorjahr. Bei einigen Aromahopfen wiederum gab es Steigerungen um 25 oder sogar 38 Prozent.

Brauunion-Generaldirektor beeindruckt

Bei der Hopfenbonitierung haben sich viele Braumeister und Chefs von Brauereien aus ganz Österreich von der Qualität ihrer wichtigsten Zutat überzeugt. Selbst Brau-Union-Generaldirektor Magne Setnes zeigte sich beeindruckt: „Jahr für Jahr wird hier beste Qualität geliefert“, bedankte er sich für die gute Arbeit.

Bekenntnis zur Regionalität

Agrarlandesrat Max Hiegelsberger legte ein Bekenntnis zur Regionalität ab: „Es muss Selbstverständlichkeit werden, dass Produkte, die in unserer Region wachsen, auch hier verarbeitet werden.“ Darum freut es ihn auch, dass die Vielfalt und Buntheit an Brauereien in Oberösterreich unvergleichbar sei. „Die Verbindung von Tradition und Innovation macht es aus, dass Bier in aller Munde ist.“


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