Mühlviertler Bauern jubeln: "Es war ein richtiges Hopfenjahr"
NEUFELDEN/MÜHLVIERTEL. Rund 320 Tonnen Hopfen - so viel wie noch nie zuvor - in bester Qualität füllen heuer die Lager der Mühlviertler Hopfenbaugenossenschaft mit Sitz in Neufelden.

Dem Hopfen ging es in diesem Jahr besonders gut im Mühlviertel. „Der April war warm und trocken, der Mai überdurchschnittlich kühl. Deshalb kam es auch nicht zu einer Frühblüte wie im letzten Jahr, was sich positiv auswirkte. Die regelmäßigen Sommerregen ließen die Pflanzen dann ordentlich wachsen. Zusätzlich unterstützten die kühlen Nächte im August die Ausbildung des Aromas“, beschrieb Obmann Josef Reiter von der Hopfenbaugenossenschaft die idealen Bedingungen des heurigen Hopfenjahres bei der alljährlichen Hopfenbonitierung in Neufelden.
Die Hopfenbauern hatten heuer außerdem kaum mit Krankheiten und Schädlingen an den Pflanzenbeständen zu kämpfen, was der guten Qualität der Ernte zuträglich war.
Vorräte können aufgefüllt werden
Dank der guten Erntemengen von etwa 207 Tonnen Aromahopfen und rund 87 Tonnen Bitterhopfen - etwa 19 Tonnen davon sind Bio - können alle Brauereien wieder zur Zufriedenheit beliefert werden. Johann Jäger von der BrauUnion ist sogar zuversichtlich, dass heuer in den Brauereien auch wieder ein kleiner Hopfenvorrat eingelagert werden kann. Dies war in den vergangenen Jahren nicht möglich.
Auch für den Geschäftsführer der Hopfenbaugenossenschaft, Manuel Starlinger, war die gute Stimmung der Hopfenbauern heuer spürbar: „Eventuell werden heuer bei der einen oder anderen Sorte sogar wieder Freimengen verfügbar sein.“ Die Sorte „Magnum“ - eine Bitterhopfensorte - sei besonders gut ausgefallen.
Bestnote für alle Proben
Aber nicht nur die geerntete Menge ist heuer enorm groß, auch die Qualität der Inhaltsstoffe ist gut. Insgesamt ergab die Bewertung durch die Kommission in Neufelden eine hundertprozentige Bestnote für alle bewerteten Proben.


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