Wie kommt das Gras in den Burger?
Linz/Linz-Land. Für mehr als 1400 Schüler in Oberösterreich gab es vergangenen Mittwoch einen ganz besonderen Unterricht. In der Landwirtschaftskammer in Linz brachten Mitarbeiter, Schule am Bauernhof-Betreiber und Seminarbäuerinnen den Kids den Kreislauf der heimischen Lebensmittel näher.

Mit dabei waren auch die dritten und vierten Klassen der Volksschule Neuhofen. Tips begleitete die 3b bei dem Stationenbetrieb, der von der Lehre über die Gütesiegel-Kennzeichen über den Weg „vom Korn zum Brot“ zu schokoladenfarbenen Eiern führte und im selbst gebratenen Burger gipfelte.
1485 Kinder und 80 Lehrer
„In den letzten Jahren wurden von der Landwirtschaftskammer OÖ mit dem Ausbau des Schule am Bauernhof-Programms und mit vielen Kinder-Kochkursen der Seminarbäuerinnen verstärkt Initiativen gesetzt, der Bevölkerung und insbesondere jungen Leuten das Leben und die Arbeit in bäuerlichen Betrieben näher zu bringen“, erläutert Friedrich Pernkopf, Kammerdirektor der Landwirtschaftskammer OÖ.
Auch Landesschulrats-Präsident Fritz Enzenhofer freut sich über die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Schule und Bauern: „Gesunde Ernährung ist an unseren Schulen seit Jahrzehnten ein wichtiges Thema. Dabei steht auch die Bewusstseinsbildung dafür im Mittelpunkt, wo unsere Nahrung herkommt. Nicht jedem Kind ist bewusst, welche Arbeitsschritte hinter seinem Jausenbrot samt Aufstrich und Obstbeilage stecken. Vor allem profitieren unsere Schüler von dieser erfolgreichen Kooperation.“
Als Zielgruppe für den Aktionstag wurden vor allem die städtischen Schulen ausgewählt. Die Landwirtschaftskammer OÖ durfte 24 Volksschulklassen aus Linz-Stadt/Land mit 438 Schülern, 24 Volksschulklassen aus Urfahr-Stadt mit 460 Schülern und 12 AHS- und NMS-Klassen aus Linz mit 239 Schülern empfangen. Auch in den Bezirksbauernkammern Ried und Steyr fanden Aktionen statt.
Die 3b aus Neuhofen wurde von Johannes Brandstetter, Dienststellenleiter der Bezirksbauernkammer LL, durch den Stationenbetrieb geführt: „Die Kinder sind so interessiert und machen mit, das ist eine große Freude. Schließlich geht es hier um ein Thema, das uns alle angeht.“ Stolz ist auch Lehrerin Daniela Lamm-Stadler, die ihre „einzigartige 3b“, wie sie ganz oft betont, begleitet hat. „Ich koche sehr gerne mit meinen Schülern und die sind da mit Feuereifer dabei. Deshalb hoffen wir sehr, dass wir den ersten Preis beim Gütesiegel-Gewinnspiel machen, wo man einen Kinderkochkurs gewinnen kann.“
Die Pädagogin will einige Themen aufgreifen und im Unterricht näher behandeln. Schließlich ist die Lebensmittelerzeugung mitunter eine komplizierte Sache, besonders wenn es um die Fleischproduktion geht.
Vom Rind zum Rindfleisch
Eine Station etwa widmete sich dem Thema „Wie kommt das Gras in den Burger?“ Dabei wurde veranschaulicht, welche unfassbaren Mengen an Wasser, Gras, Heu und Kraftfutter eine Kuh am Tag benötigt. Und dass Kühe nicht nur zur Milchgewinnung gehalten werden, sondern auch zur Fleischerzeugung, musste hier natürlich auch geklärt werden. Schließlich haben die Kinder als Krönung mit Hilfe einer Seminarbäuerin selbst Rindfleisch zu saftigen Burgern verarbeitet.


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