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LINZ-LAND. Karin Chalupar, Bezirksparteiobfrau der Grünen Linz-Land, im Tips-Sommergespräch über öffentlichen Verkehr, alternative Wohnmöglichkeiten und wie Integration im Bezirk funktionieren kann.

Tips: Seit fünf Jahren sind Sie Bezirksparteiobfrau. Seit bereits 25 Jahren sind Sie als Gemeinderätin in Neuhofen tätig – worin liegt der Unterschied für Sie?

Karin Chalupar: Die Arbeit auf Bezirksebene ist eine ganz andere als in der Kommunalpolitik. Im Gemeinderat richtet man sich viel mehr nach der Bevölkerung, während man auf Bezirksebene mehr innerhalb der Partei arbeitet. Dazu gehören zum Beispiel organisatorische Aufgaben und man hilft, im gesamten Bezirk – aber auch bezirksübergreifend – Strukturen zu schaffen und zu vernetzen. Das Schöne ist, man erweitert seinen Horizont und blickt einmal über den Tellerrand außerhalb der eigenen Gemeinde. Hier lassen sich auch wunderbare Ideen holen.

Tips: Welche Ideen sind das zum Beispiel?

Chalupar: Wir sehen zum Beispiel, dass einige Gemeinden wie Pasching oder Leonding eigene Nacht-Taxis haben, aber andere Gemeinden nicht. Das Konzept ist gut, aber noch besser wäre es, wenn es ein einheitliches System mit einem einheitlichen Tarif gäbe, von dem der gesamte Bezirk angefahren wird und davon profitiert. Ähnlich wie das Anruf-Sammel-Taxi in Linz.

Tips: Das Thema Verkehr ist ein Dauerbrenner im Zentralraum. Ist es wirklich so drastisch wie so oft dargestellt?

Chalupar: Zunächst einmal muss ich sagen, dass Linz-Land generell wirklich ein guter Bezirk ist. Wir haben viele Arbeitsplätze, viel Zuzug in der Bevölkerung und im Vergleich zu anderen Bezirken auch eine gute Verkehrsanbindung. Trotzdem gibt es Verbesserungsmöglichkeiten, vor allem im öffentlichen Verkehr. Die Außengemeinden sind wirklich sehr ländlich und die Erreichbarkeit ist ohne Auto nicht sehr gut. Beispielsweise könnte man die Taktung der Busse besser anpassen beziehungsweise den Zubringerverkehr zu den Zugverbindungen aufstocken. Vor allem Menschen ohne Auto würden davon profitieren. Ich bin auch überzeugt davon, dass sich der eine oder andere Autofahrer dann überlegen würde, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen.

Tips: Welche Maßnahmen würden Sie in puncto Verkehr noch setzen?

Chalupar: Wir treten für einen Ausbau der Radwege ein, vor allem im Zentralraum. Man sollte mehr in Alltags-Radfahren investieren, dafür sollten Radwege geschaffen beziehungsweise ausgebaut werden, dass die Bewohner zum Beispiel von Wilhering nach Linz oder von Leonding nach Linz mit dem Rad in die Arbeit fahren. Hier sind nicht alle Gemeinden geeignet, das ist klar, aber es ist sehr viel Potenzial da.

Tips: Wo gibt es Ihrer Meinung nach noch Verbesserungsbedarf im Bezirk?

Chalupar: Das Thema Raumordnung und Wohnen beschäftigt die Gemeinden. Wir fördern Zukunftsprojekte wie etwa generationsübergreifende alternative Wohnprojekte in den Gemeindezentren. Das sind Wohnanlagen, in denen junge und alte Menschen Tür an Tür wohnen und die das Zusammenleben fördern sollen. Beispiel könnte man sich an der Sargfabrik in Wien nehmen, die neben Wohnungen noch Seminarräume, Kulturangebote oder ein eigenes Badehaus in der Wohnanlage hat.

Tips: Wie steht es um die Situation der Asylwerber im Bezirk?

Chalupar: Die Bevölkerung ist letztes Jahr gut mit den Asylwerbern umgegangen. Viele Gemeinden haben sich eingebracht und das Verhältnis zwischen Asylwerbern und Helfenden aufrechterhalten. Integration kann und muss funktionieren. Diese könnte gut gelingen, etwa dadurch, dass man die Asylwerber in örtliche Vereine oder zur Freiwilligen Feuerwehr holt.

Zur Person

  • geboren am 26. Mai 1959
  • wohnt in Neuhofen an der Krems
  • verheiratet, zwei erwachsene Söhne

Funktionen:

  • Bezirkssprecherin der Grünen Linz-Land (LL)
  • Gemeinderätin in Neuhofen
  • Sprecherin Grüne Neuhofen

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Tobias thril
Tobias thril
02.11.2018 19:50

Blöde fotzn

Blöde fotzn