Kinderbetreuung als Standortkriterium: Freistädter Betriebe werden selbst aktiv

Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 12.03.2019 13:24 Uhr

BEZIRK FREISTADT. Neben leistungsfähiger Verkehrsinfrastruktur und hoher Breitbanddichte entwickelt sich auch die Kinderbetreuung zu einem immer mehr bedeutenden Kriterium für Standortqualität. Auch wenn die Gemeinden im Bezirk bereits ein gutes Angebot bieten, wird von Seite der Wirtschaft noch Ausbaupotenzial gesehen, vor allem auf betrieblicher Ebene und ganz besonders in den Ferienzeiten.

„Bei der Weiterentwicklung des Bezirks Freistadt als attraktive Wirtschafts- und Wohnregion müssen wir deshalb auch einer flexiblen Kinderbetreuung entsprechendes Augenmerk schenken“, ist Dietmar Wolfsegger, Leiter der WKO Freistadt, überzeugt.

Bereits vor drei Jahren wurden deshalb die Gemeinden vom Regionalforum Freistadt animiert, bei der Kinderbetreuung gemeindeübergreifend an einem Strang zu ziehen. Anhaltspunkte dafür erhielten sie auch durch eine Studie, in der die P und P Sozialforschung die Erfahrungen und Wünsche der Unternehmen im Bezirk Freistadt hinsichtlich der Kinderbetreuung ihrer Mitarbeiter eruierte. Bei dieser Online-Umfrage wurden rund 850 Unternehmen befragt.

Freistädter Betriebe wollen familienfreundlich sein

Dabei stellte sich klar heraus, dass die Freistädter Unternehmen ausgesprochen familienfreundlich eingestellt sind, stellt Heidemarie Pöschko als Studienautorin sowie Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft ein Resultat besonders in den Vordergrund: Für 70 Prozent ist es „auf jeden Fall wichtig, ein familienfreundlicher Betrieb zu sein“.

Kinderbetreuung fehlt vor allem in den Ferien und in Randzeiten

Die Hälfte aller befragten Unternehmer gab an, mangels Kinderbetreuungsmöglichkeiten schon einmal Schwierigkeiten gehabt zu haben, Mitarbeiter zu finden. Gerade in den Ferienzeiten verschärft sich die Situation. 43 Prozent der Unternehmen stellen die Kinderbetreuungs-Engpässe häufig in den Ferienzeiten fest, bei 33 Prozent taucht dieses Problem manchmal auf. Engpässe zeigen sich weiters bei Erkrankung des Kindes, frühmorgens sowie nachmittags.

Betriebe werden selbst aktiv

Auf betrieblicher Ebene gibt es im Bezirk Freistadt daher inzwischen einige interessante Best-Practice-Beispiele. Die Neumarkter Schinko GmbH bietet ihren Mitarbeitern im Sommer spezielle Kinderbetreuungsprogramme an. Und Geschäftsführer Gerhard Lengauer ist nach den bisherigen Erfahrungen beflügelt, dieses Angebot auch weiterhin fortzuführen.

Das Karlingerhaus in Königswiesen bietet für alle Kinder von 6 bis 16 Jahren in der Woche ab 26. August 2019 eine Woche Summer Sports Days, mit Schwerpunkt Sport aus englischsprachigen Ländern und vor allem spielerisches Sprachtraining in Englisch, nennt Geschäftsführer Richard Obereder ein spezielles Beispiel aus dem vielfältigen Angebot dieses Mühlviertler Unternehmens.

Auch das Funiversum Trenda in St. Oswald bei Freistadt bietet für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren in der Woche ab 1. September 2019 eine Woche Erlebniscamp. Anita Trenda lädt die Kids zu einer erlebnisreichen Woche mit viel Sport und Natur ein.

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