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Falsche Datengrundlage verzögert den Ausbau von Breitbandinternet

Sebastian Wallner, 25.09.2017 06:00

NEUSTIFT. “Momentan ist jede Gemeinde mit einem Wählamt automatisch kein Fördergebiet. Da wurde gar nicht weiter nachgeforscht, das ist für mich die Katastrophe“, erzählt Hermann Wallner Junior, der sich für den Breitbandausbau in Neustift stark macht.

Hermann Wallner Junior treibt den Breitbandausbau in Neustift voran.
Hermann Wallner Junior treibt den Breitbandausbau in Neustift voran.

Der Aufbau eines Glasfasernetzes für schnelles Internet rentiert sich für Unternehmen wie A1 am Land nicht. Deshalb wurde die Breitbandmilliarde verabschiedet, die durch Förderungen den Ausbau auch am Land ermöglicht. „Eigentlich eine gute Idee“, findet Hermann Wallner Junior aus Neustift, „der Hund liegt im Detail.“ Gefördert werden nämlich nur Orte, deren Internet langsam genug ist.

Falsche Datengrundlage

Die Daten über die Internetgeschwindigkeiten kommen von den Anbietern selbst. „Die haben teils viel zu hohe Geschwindigkeiten gemeldet“, erklärt Wallner. Anders gesagt: Neustift profitiert nicht von der Breitbandmilliarde, weil die Daten, die die Netzanbieter an das Infrastrukturministerium weitergegeben haben, oft falsch sind. Das sieht auch Manfred Litzlbauer von der Energie AG so: „Viele Gebiete sind laut Förder-Atlas ausreichend mit Breitband-Internet versorgt, in Wirklichkeit stimmt das aber nicht.“

Abhilfe mittels Netztest

„Wir versuchen jetzt, möglichst viele Neustifter dazu zu bringen, einen Netztest zu machen. Mithilfe dessen kann man die tatsächliche Internetgeschwindigkeit herausfinden. Dann sollte sich herausstellen, dass das Internet bei uns langsam genug ist, um einen Ausbau zu fördern“, erklärt Wallner (www.netztest.at).

Zur Sache:

Die Dateigröße von Filmen nimmt durch Entwicklungen wie 3D immer weiter zu. Größere Dateien erfordern eine leistungsfähigere Internetanbindung. Momentan benutzen viele Orte im Bezirk noch das Kupferkabel des Festnetztelefons zur Anbindung an das Internet. Die Leistungsfähigkeit dieser Verbindung ist jedoch begrenzt und wird in Zukunft nicht mehr ausreichen. Der Ausbau des leistungsfähigeren Glasfasernetzes ist somit unabdingbar.


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