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Verein GrafenAuenland: Gemeinschaftliches Hofprojekt an der Donau gestartet

Sevim Demir, 28.07.2020 18:57

NIEDERKAPPEL. Zum einen, verbindet die fünf jungen Leute die Leidenschaft zum Segeln. Zum anderen, die Verbundenheit mit der Natur und der wertschätzende Umgang damit. So in etwa könnte man die ersten Bausteine des Vereins GrafenAuenland beschreiben, der Anfang des Jahres gegründet wurde.

Fünf Freunde, die sich mit dem GrafenAuenland ein Zuhause geschaffen haben. Foto: GrafenAuenland
  1 / 2   Fünf Freunde, die sich mit dem GrafenAuenland ein Zuhause geschaffen haben. Foto: GrafenAuenland

„Wir wollen ein Zuhause schaffen“, beschreibt Dominik Sarapata vom GrafenAuenland den Zweck des neuen Wohnprojekts an der Donau. Der Verein hat einen Hof mit landwirtschaftlicher Nutzfläche in Grafenau gekauft. Vereinsgründer und Bewohner des Hofes sind fünf junge Leute aus vier Ländern, die sich über die gemeinsame Leidenschaft Segeln kennengelernt haben. Zwei von ihnen stammen aus dem Bezirk Rohrbach.

Bewusst leben

Im großen Gemüsegarten springt der kürzlich errichtete Folientunnel bei der Fahrt aus Richtung Obermühl sofort ins Auge. Sowohl beim eigenen Anbau als auch bei zugekauften Lebensmitteln ist den Fünf wichtig: möglichst vieles soll Bio-Qualität haben und regional sein. „Wir wollen bedacht und bewusst im Einklang mit der Natur leben“, erzählt Bewohnerin Christina Baumüller. Entscheidungen in Bezug auf Garten, Renovierungen und Wohnform werden von allen Bewohnern gemeinsam getroffen. Lebensmittel und Materielles, das am Hof und im Haus gebraucht wird, kaufen alle zusammen. So geht es im Projekt GrafenAuenland auch um eine alternative Lebensweise: hierarchiefrei und nicht auf Privatbesitz ausgerichtet. Stattdessen kooperativ und nachhaltig. Bei der Vereinsgründung war den Freunden wichtig: „Jeder kann jederzeit aussteigen, auch neue Leute können künftig dazustoßen.“ Der große Vorteil, neben der Freude am gemeinsamen Alltag, ist, dass sich am Hof die Fähigkeiten und Erfahrungen der Menschen ergänzen. Die soziokratisch getroffenen Entscheidungen sind häufig nachhaltiger und durchdachter. So trage möglichst jeder das bei, was ihm liegt – ob handwerkliches Geschick, gärtnern, haushalten oder die Buchhaltung führen. „Alleine geht man schneller, zusammen weiter“, fasst Sarapata die gemeinschaftliche Idee zusammen.


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