25 Jahre illegal Fallen gestellt - Sechs Monate bedingte Haft und Geldstrafe
BEZIRK ROHRBACH. 25 Jahre lang stellte ein Landwirt illegal Schlingen und Trittfallen auf, mit denen er an die 100 Rehe tötete oder verstümmelte. Er fasste sechs Monate bedingte Haft und eine Geldstrafe aus.

Ich wollte einen gesunden Mischwald davonbringen“, lautete die Erklärung des Bauern, warum er illegal Fallen aufstellte, um so den Wildverbiss in seinem Wald zu gering zu halten. Er habe zwar den Jägern den Verbiss an den Bäumen gezeigt, die Schäden seien aber immer mehr geworden. „Es tut mir leid“, sagte er weiter, „es war eine Art Notwehr.“
Gewissensbisse förderten SpendenbereitschaftWeil ihm aber Gewissensbisse plagten, spendete der Angeklagte seit zwei Jahren einen Teil seiner Pension an wohltätige Zwecke. Er bekannte sich auch schuldig. Diese Art von Reue und das Argument der Notwehr im Zeichen des Naturschutzes nahm ihm die Staatsanwältin nicht ab: Vier Fallen blieben weiterhin im Wald. Außerdem, so die Staatsanwältin weiter, lagen auch finanzielle Gründe vor, den Wald zu schützen. Der Altbauer wurde wegen Tierquälerei und schweren Eingriff in fremdes Jagdrecht rechtskräftig zu sechs Monaten bedingt und einer Geldstrafe von 1620 Euro verurteilt. Einer betroffenen Jagdgenossenschaft wurden 200 Euro zugesprochen, eine andere verlangte das Geld zu spenden. Der Bauer gab insgesamt 2000 Euro an die Nepalhilfe und an Amnesty International.


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