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Für den "Schuli" aus Niederwaldkirchen gibt es nichts, worüber er nicht lachen kann

Sevim Demir, 05.09.2018 09:35

NIEDERWALDKIRCHEN. „Danke, dass du dir Zeit genommen hast“, bedankt sich die Tips Redakteurin bei Herbert Silber, genannt Schuli. „Ja, ich bin ja in der Pension, wenn ich da nicht Zeit hätte, könnte ich eh wieder arbeiten gehen“, lacht er.

Der Herbert, wie man ihn kennt. Foto: Demir
Der Herbert, wie man ihn kennt. Foto: Demir

Herbert Silber ist ein waschechter Niederwaldkirchner. Sein ganzes Leben verbringt er schon hier. „Ganz kurz spielte ich mit dem Gedanken, in die große Stadt zu gehen, aber das hab ich ganz schnell wieder über den Haufen geworfen und ich habe es nie bereut“, erzählt der zufriedene Pensionist. Nach ein paar Jahren bei der Militärmusik stellte sich Herbert einer neuen Aufgabe: Er wurde Schulwart in der Haupt- und Volksschule in Niederwaldkirchen. Von dieser Zeit stammt auch sein Kosename Schuli, den sich die Schüler einfallen lassen haben.

Bis heute ist er in Niederwaldkirchen unter diesem Namen bekannt. Freiwillig macht er jetzt in der Volksschule noch die Frühaufsicht über die Kleinen. „Ich hatte nie ein Problem mit Schülern, ganz im Gegenteil, ich hatte immer ein offenes Ohr und die Schüler sind gerne zu mir gekommen, wenn sie ein Problem hatten“, resümiert der ehemalige Schulwart.

Glücklich und zufrieden

Die Liebe zur Musik hat er aber nie verloren. Das merkte man direkt, als er das Tips-Gespräch mit einem Stück auf seinem Flügelhorn einleitete. 26 Jahre lang war Herbert der Kapellmeister von Niederwaldkirchen. „Was haben wir alles erlebt, langweilig ist es nie geworden und zum Lachen gab es immer was“, blickt Herbert glücklich zurück. Heute spielt der Musiker noch ab und zu mit alten Freunden. „Wenns halt passt und uns jemand hören will“, schmunzelt Herbert.

Als Jäger probierte sich Herbert ebenso. „Aber das hab ich wieder sein lassen, die Musik liegt mir mehr“, lacht er. Jetzt genießt Herbert die Zeit in der Natur mit seiner Frau und seinem Hund Sammy. Seit Jahren nimmt er sich schon liebevoll um Hunde an, die niemand mehr möchte. „Ich bin ein Natureinwohner und da gehöre ich hin.“


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