Feuerwehrjugend aus Oberndorf holt sich den 15. Platz bei den 22. Bundesfeuerwehrleistungsbewerben in Wien
OBERNDORF/MELK. Die besten Bewerbsgruppen aus allen neun Bundesländern sowie aus Südtirol haben sich nach monatelangem harten Training in unterschiedlichen Disziplinen gemessen. Die Feuerwehrjugend Oberndorf holte sich den 15. Platz.

Neben Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Ausdauer waren Teamfähigkeit sowie mentale Stärke für den Erfolg ausschlaggebend. Die Teilnehmer mussten die Feuerwehrhindernisübung und den 400 Meter Staffellauf bewältigen. 52 Gruppen nahmen an den Bewerben in Wien teil. Die Jugendgruppe der Feuerwehr Oberndorf holte sich den 15. Platz und ist damit auch die zweitbeste Gruppe von Niederösterreich. „Die Kameradschaft in der Unterkunft und beim Bewerb bilden schon ein tolles Umfeld. Der Wettkampf in einem vollen Fußballstation sorgt dann noch für richtigen Nervenkitzel. Wenn dann wie heuer der Ring in Wien abgesperrt ist und man mit Blaulicht und Musikkapelle voraus an zahllosen Zuschauern zum Wiener Rathaus marschiert – das kann schon etwas“, ist Feuerwehrkommandant Günther Dollfuß über die Leistung der Jugendlichen stolz.
Die Disziplinen
Die Feuerwehrhindernisübung und der 400m Staffellauf mit Hindernissen sind die zu bewältigenden Herausforderungen. Bei der Hindernisübung galt es für die neunköpfige Bewerbsgruppe fehlerfrei, so schnell wie möglich mit einer Schlauchleitung einen Wassergraben und eine Hürde zu überspringen, durch einen Tunnel zu kriechen, über einen Balken zu balancieren, mit der Kübelspritze ein Ziel zu treffen und abschließend diverse Knoten richtig zu knüpfen bzw. Ausrüstungsgeräte richtig zuzuordnen. Beim Staffellauf mussten die Gruppenmitglieder ein Strahlrohr weitergeben und dazwischen eine Leiterwand überklettern, einen zusammengerollten Schlauch korrekt ablegen, unter einem Lattengestell durchlaufen, eine Hürde überwinden, einen Feuerlöscher korrekt abstellen und schlussendlich das übergebene Strahlrohr mit einer Löschleitung zusammenkuppeln.
Feuerwehrjugend
Die Feuerwehrjugend sichert den Nachwuchs und ist somit ein wesentlicher Bestandteil. Eine ausreichende Portion an Spaß und Abenteuer darf nicht fehlen. Oberndorf hat die Feuerwehrjugend im Jahr 2012 gegründet. In dieser kurzen Zeit konnten sie bereits einen 1. Platz in Bronze bei den Landesbewerben und sogar zweimal den Junior-Fire-Cup gewinnen. Alle zwei Jahre gibt es Bundesbewerbe, und auch hier war der Feeurwehrnachwuchs aus Oberndorf bereits zum zweiten Mal dabei. Für die Qualifikation wurden die Ergebnisse der letzten 2 Landesbewerbe in Bronze zusammengezählt und die ersten acht bekommen ein Ticket.
Probleme
Ein großes Problem der Feuerwehren ist aber die Tages-Einsatzbereitschaft. „Es gibt nicht mehr viele, die einen Arbeitsplatz im eigenen Ort haben. Daher ist ein entsprechend großer Mannschaftsstand notwendig. Gerade im Hinblick auf die Tages-Einsatzbereitschaft wird in naher Zukunft keine Feuerwehr ohne weibliche Mitglieder auskommen. Eine reine Männerfeuerwehr mag in manchen Bereichen einfacher zu führen sein, aber es geht um die Wirksamkeit und diese aufrecht zu erhalten und wenn möglich sogar noch zu verbessern ist die Aufgabe eines Feuerwehrkommandos“, so Dollfuß.


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