Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Preuer: „Ohne die Mithilfe der Natur werden wir den Borkenkäfer nicht besiegen können“

Victoria Preining, 25.06.2019 09:01

URFAHR-UMGEBUNG/OÖ. Während sich die Borkenkäfer-Situation im vergangenen Monat im Bezirk aufgrund des etwa kühleren Wetters leicht entschärft hat, sorgt der Juni für erneute Spitzen bei der Vermehrung des Schädlings.

Um gegen den Borkenkäfer erfolgreich vorzugehen, müssen Wälder regelmäßig auf allfällige Befälle untersucht werden. Foto: Volker Weihbold

Zwei Millionen Festmeter an Schadholz wurden im Jahr 2018 in den oberösterreichischen Wäldern verzeichnet. Ein wesentlicher Verursacher neben Sturm, Schneedruck und Eschensterben: der Borkenkäfer. Nun, im Jahr 2019, macht dieser munter weiter. Laut dem Land OÖ könne man die Schadholzmengen des vergangenen Jahres womöglich sogar noch toppen. Hauptbetroffene Gebiete sind neben dem Mühlviertel auch das Hausruck- und das Innviertel, sowie das gesamte Alpenvorland. Was den Schädling so unterstützt? Die Temperaturen. „Die aktuellen, sehr heißen Temperaturen führen zu einer noch schnelleren Entwicklung des Borkenkäfers und erschweren die Holzarbeit. Die Kontrolle der Wälder und das Entfernen der befallenen Stämme sind aktuell trotzdem so dringend notwendig wie selten zuvor. Auch an die Wiederbewaldung ist bereits zu denken“, sagt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Situation im Bezirk

Auch bei den Land- und Forstwirten im Bezirk Urfahr-Umgebung ist der Befall des Borkenkäfers ein Dauerthema. Bezirksbauern-Obmann Peter Preuer aus Oberneukirchen berichtete im Gespräch mit Tips: „Durch die kühle und nasse Witterung im Mai hat sich die Situation etwas entschärft. Der trockene und heiße Juni führte jedoch wieder zu einer explosionsartigen Vermehrung des Borkenkäfers. In den mittleren Lagen des Bezirkes sind die Landwirte bei der Aufarbeitung der Schadflächen.“Wenn es um die Bekämpfung des Schädlings geht, sei laut Preuer vor allem der Regen in den vergangenen Tagen hilfreich gewesen. Dieser sei deswegen so wichtig für den Wald, weil ausreichende Niederschläge die natürliche Abwehrkraft des Baumes gegen den Borkenkäfer stärken würden.

Regelmäßige Kontrollen

Weiters rät Preuer den Wald­besitzern, regelmäßig die Flächen zu kontrollieren. Um die weitere Ausbreitung eindämmen zu können, müsse man unbe­schädigte Bäume, die sich neben betroffenen Flächen befinden, an den Wurzelanläufen auf Bohrmehl untersuchen. Trotz aller durchzuführenden Maßnahmen, brauche es laut dem Experten im Kampf gegen den Borkenkäfer vor allem einen ganz entscheidenden Faktor: „Ohne die Mithilfe der Natur – ausreichende Niederschläge – werden wir den Borkenkäfer nicht besiegen können.“ Auch auf Landesebene appelliert man an die Forstwirte, die Waldgebiete immer ­wieder gründlich zu überprüfen und gegen Befälle vorzugehen.

Förderungsmittel erhöht

Auf Landesebene wurden au­ßerdem finanzielle Maßnahmen gesetzt. So wurde beim Bund eine Erhöhung der Fördermittel um sechs Millionen, von 15 auf 21 Millionen Euro, erreicht. „Wir haben als sehr stark betroffenes Bundesland eine substanzielle Aufstockung der forstlichen ­Fördermittel vom Bund gefordert und auch erhalten. Wir wollen damit aber die Waldeigentümer in ihrer schwierigen Situation möglichst gut unterstützen. Es braucht ihren anhaltenden Einsatz in den Wäldern, um die Lage in den Griff zu bekommen. Genauso ersuche ich die Holzindustrie, weiterhin möglichst viel Holz aus den heimischen Wäldern abzunehmen. Nur gemeinsam können wir diese Situation meistern“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Studierende der Kunstuni Linz entwickeln Ideen für Feldkirchens Ortszentrum

Studierende der Kunstuni Linz entwickeln Ideen für Feldkirchens Ortszentrum

FELDKIRCHEN. Wie lassen sich Schulen, öffentliche Plätze und Begegnungsorte besser verbinden? Knapp 30 Studierende der Kunstuniversität Linz ...

Tips - total regionalMag. Jacky Stitz
Cafe Seinerzeit verbindet Topothekare aus Urfahr-Umgebung und Rohrbach

"Cafe Seinerzeit" verbindet Topothekare aus Urfahr-Umgebung und Rohrbach

MÜHLVIERTEL. 14 Topothekare aus den Bezirken Urfahr-Umgebung und Rohrbach trafen sich am 13. Oktober beim „Café Seinerzeit“ in St. Veit. ...

Tips - total regionalMag. Jacky Stitz
Kindergarten Mühle aus Gallneukirchen gewinnt 15.000-Euro-Preis  

Kindergarten Mühle aus Gallneukirchen gewinnt 15.000-Euro-Preis  

GALLNEUKIRCHEN/WIEN. Beim ISB Innovationsdialog in der Expedithalle Wien am Mittwoch, 14. Oktober, wurden Preise im Wert von 90.000 Euro an Vorreiter ...

Tips - total regionalBrandstetter Olivia
Holzwindener Straße in Steyregg nach Sperre wieder befahrbar 

Holzwindener Straße in Steyregg nach Sperre wieder befahrbar 

STEYREGG. Nach einer mehrwöchigen Sperre ist die Holzwindener Straße in Steyregg wieder freigegeben. Sie kann momentan einspurig befahren werden.  ...

Tips - total regionalBrandstetter Olivia
Gallneukirchen eröffnet das sanierte Schulzentrum: 27 Millionen Euro wurden investiert

Gallneukirchen eröffnet das sanierte Schulzentrum: 27 Millionen Euro wurden investiert

GALLNEUKIRCHEN. Das generalsanierte Schulzentrum ist eröffnet. Volks- und Mittelschule haben nun jeweils einen eigenen Trakt. Die Ganztagsbetreuung ...

Tips - total regionalMag. Jacky Stitz
Altenberger Granit tanzte sich bis nach Italien

Altenberger Granit tanzte sich bis nach Italien

ALTENBERG. Der Verein „Tanz- und Brauchtumsgruppe Altenberger Granit“ schwang das Tanzbein nicht nur beim Wertungstanzen in Bad Zell, sondern ...

Tips - total regionalBrandstetter Olivia
Weitere Beiträge