Rathgeb: „Haben starke Ortsentwicklung“
Oberneukirchen/Waxenberg/Traberg. Der Oberneukirchner Bürgermeister im Tips-Gespräch über Neuigkeiten, Änderungen und Ausblick in der Marktgemeinde.

Tips: Welche Projekte wurden für heuer in der Gemeinde umgesetzt ?
Josef Rathgeb: Erst in dieser Woche haben wir einen neuen Nahversorger neben der Neuen Mittelschule eröffnet. Der neue Supermarkt wurde seit Dezember 2015 gebaut. Auf mehr als 625 Quadratmetern werden dann 21 Mitarbeiter beschäftigt und neue Arbeitsplätze im Ort geschaffen. Zudem haben wir im Umfeld des Nahversorgers mit einer neuen Querungshilfe und der Bushaltestelle eine geeignete Infrastruktur geschaffen.
Tips: Welche Maßnahmen wurden bzw. werden für die Ortsentwicklung noch gesetzt?
Rathgeb: Grundsätzlich haben wir eine starke Ortsentwicklung. Dazu gehört aber auch ein engagiertes Team in der Gemeinde, das dem Ortesterben entgegensteuert. Die Tankstelle in Waxenberg zum Beispiel war ein Treffpunkt in der Gemeinde, hat dann aber zugesperrt. Wir wollen dort nun den Ortskern wiederbeleben. Und in Traberg ist die Sanierung des Union-Klubhauses in Vorbereitung. Ebenfalls saniert und heuer fertiggestellt wird die Diakoniewerkstätte am Marktplatz Oberneukirchen. Ein Herzstück unserer Gemeinde.
Tips: Was passiert mit der Volksschule in Waxenberg?
Rathgeb: Das Gebäude wird generalsaniert mit dem Ziel, den „Lebensnerv“ in Waxenberg wieder aufzuwerten. Das wird ein großes Thema, da die Einrichtung ja fünffach genutzt wird. Neben der Volksschule sind noch Hort, Krabbelstube, Kindergarten und der Turnsaal angesiedelt. Der Umbau soll in mehreren Etappen erfolgen – mit den ersten Maßnahmen starten wir im April. Die groben Bauarbeiten wollen wir dann den Sommer über gestalten, dafür ist ein Umsiedelungskonzept geplant. Dazu gibt es von der Gemeinde am 15. März um 18 Uhr einen Informationsabend in der Volksschule Waxenberg.
Tips: Welche Schwerpunkte werden 2016 gesetzt?
Rathgeb: Zum einen wird uns die Schaffung von Bauland und Wohnungen weiter beschäftigen. Zum anderen ist das Thema Kinderbetreuung ein Dauerbrenner. Dazu haben wir – zusätzlich zum Ferienpass Sommeraktiv³ – ein flexibles Ferienbetreuungsmodell für Kinder ins Leben gerufen, das Vorbildcharakter hat. Gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden startet im Sommer die fünfwöchige Betreuungsaktion „Schlaue Füchse“. Bislang haben wir schon 25 Anmeldungen.Tips: Wie soll die Gemeinde für die Jugend attraktiver werden?
Rathgeb: Nach der Wahl 2015 haben wir einen Ausschuss für „Jugend, Zukunft und Sport“ ins Leben gerufen. Hier kann ein Gemeindejugendrat neue Ideen für die Gemeinde vorlegen, die dann organisiert und strukturiert besprochen werden. Der heuer eröffnete Fun Court etwa war ein voller Erfolg.
Tips: Gibt es noch weitere Zukunftsprojekte?
Rathgeb: Generell wollen wir wieder mehr Leben und Betriebe im Ort, daher planen wir in Oberneukirchen auch ein mehrfunktionales Dienstleistungszentrum, wo derzeit die Gespräche dazu laufen. Zudem startet ein großes Straßenbau-Programm für die Gemeinde. Wir haben also viel vor.


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