Zweiter Vulkanausbruch in Island binnen eines Monats
ISLAND. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb eines Monats, dass Island von einem Vulkanausbruch erschüttert wird. Diesmal steuerten Lavaströme auch auf die nahegelegene Stadt Grindavik zu und stellen die Bewohner der kleinen Fischerstadt in Südwestisland auf die Probe.

Die Ereignisse begannen, als eine Serie kleiner Erdbeben die Region erschütterte und die Behörden die Evakuierung von Grindavik anordneten. Stunden später öffnete sich ein zweiter Riss nahe der Stadt, und die Lava bewegte sich bedrohlich in die Richtung der verlassenen Häuser. In einer Ansprache an die Nation warnte Islands Präsident Guðni Jóhannesson vor einer „beunruhigenden Zeit des Umbruchs“. Trotz der Evakuierung und der teilweise erfolgreichen Abwehrmaßnahmen nach dem vorherigen Ausbruch im Dezember, sieht Grindavik erneut eine Bedrohung für Island.
Flughafen Keflavík weiterhin im Betrieb
Medienberichten zufolge hat der aktuelle Ausbruch voraussichtlich keine großen Mengen an Asche in die Luft freisetzt. Der Flughafen Keflavík kann im Moment deshalb weiterhin normal betrieben werden.
Schaulustige beobachten Vulkanausbruch
Trotz Schutzmaßnahmen und Evakuierungen betonen die Behörden, die Gefahren eines Vulkanausbruchs ernst zu nehmen. Immer wieder nähern sich Menschen dem Vulkan, um den Ausbruch aus der Nähe zu beobachten. Aufgrund der austretenden giftigen Gase warnen Behörden davor, sich dem Naturspektakel zu nähern.
Schutzmaßnahmen helfen nur bedingt
Island, auf dem Nordatlantik über einem vulkanischen Hotspot gelegen, ist bekannt für seine seismische Aktivität. Der jüngste Ausbruch in Svartsengi ist der fünfte auf der Reykjanes-Halbinsel seit 2021. Die nach dem letzten Ausbruch errichteten Schutzmaßnahmen konnten die Lavaströme teilweise eindämmen, aber einige Barrieren wurden durchbrochen. Die Bewohner von Grindavik sind hilflos und können die Entwicklung nur über Kameras beobachten, wie berichtet wurde.


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