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Heftige Unwetter: Zwei Personen in Kärnten aus Seenot gerettet – ein Todesfall in Leoben

Tips LogoManuel Tonezzer, 08.06.2024 17:08

KÄRNTEN. Ein heftiges Gewitter überraschte am gestrigen Freitag, dem 7. Juni, zwei Personen in Kärnten. Sie wurden noch rechtzeitig gerettet. Im Bezirk Leoben kam es hingegen zu einer Tragödie.

In Kärnten und der Weststeiermark kam es am Freitag, dem 7. Juni, zu heftigen Gewittern. Foto: stock.adobe.com/peterschreiber.media

Am Freitag, dem 7. Juni, ereigneten sich im Süden Österreichs mehrere Unwetter, die über Mittelkärnten und die Weststeiermark hinwegfegten. Im Raum Villach musste zu mehreren Einsätzen ausgerückt werden – darunter eine Rettungsaktion am Faaker See. Dort waren zwei Personen, die mit einem aufblasbaren Kanu und einem Stand-up-Paddle (SUP) unterwegs waren, in Seenot geraten und vom rasch umgeschlagenen Wetter überrascht.

Die Wasserrettung entdeckte die Personen bei einer Kontrollfahrt, die aufgrund des schlechten Wetters – darunter hohe Wellen, starker Regen und kleiner Hagel, durchgeführt wurde. Dabei wurden die Wassersportler von einem Boot aufgesammelt und unbeschadet ans Ufer gebracht.

Starker Hagel

Am vergangenen Abend musste die Feuerwehr ebenfalls mehrmals ausrücken. Starker Hagel mit Körnern von bis zu fünf Zentimeter Durchmesser setzten der Region zu und richteten an Gebäuden sowie in der Landwirtschaft starke Schäden an. Durch Starkregen kam es zudem zu mehreren kleineren Überflutungen, die unter anderem den Hauptplatz in Villach für kurze Zeit unter Wasser setzten.

Tragödie im Bezirk Leoben

In St. Peter-Freienstein im steirischen Bezirk Leoben kam es am Freitagabend zudem zu einer Tragödie. Ein 36-jähriger Baggerfahrer kam am hochwasserführenden Tolinggrabenbach während seiner Arbeitsschicht ums Leben. Der Mann ertrank im Führerhaus, nachdem der Bagger aufgrund losen Gerölls am Ufer umgekippt war. Ein Arbeitskollege wollte ihm noch zu Hilfe kommen, die starke Strömung machte es für ihn jedoch unmöglich, den eingeschlossenen Mann aus der Kabine zu befreien.

Erst mit der Zuhilfenahme eines weiteren Baggers gelang es, das gesunkene Fahrzeug anzuheben und den Mann nach zwanzig Minuten aus der Kabine zu befreien. Er wurde anschließend reanimiert und in das LKH Leoben eingeliefert, wo er gegen 22 Uhr verstarb.


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