Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

35. Novelle der Straßenverkehrsordnung: Mobilitätsclub klärt über Neuerungen und Irrtümer auf

Tips LogoThomas Leitner, 01.07.2024 22:14

ÖSTERREICH. Mit 1. Juli 2024 trat die neue Novelle der österreichischen Straßenverkehrsordnung in Kraft. Der ÖAMTC klärt nun über die wichtigsten Neuerungen und Irrtümer auf.

Novelle der Straßenverkehrsordnung: Ampeln, Radarkontrollen und Tempo 30 (Foto: stock.adobe.com/Michael Derrer Fuchs)

Am 1. Juli 2024 trat die 35. Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. Diese brachte zahlreiche Änderungen, insbesondere für die durchführenden Behörden wie Bezirkshauptmannschaften, Städte und Gemeinden. Vorab standen vor allem Themen wie „Geschwindigkeitsbeschränkungen“, „Radarkontrollen“ und „Grünblinken“ im Fokus der öffentlichen Diskussion. Allerdings wurden nicht alle vorgeschlagenen Änderungen in die Novelle aufgenommen.

Novelle erleichtert Tempo 30 für Gemeinden

Die allgemeine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h in Ortsgebieten bleibt unverändert. Die Bürgermeister können auch künftig nicht einfach den gesamten Ort zur Tempo-30-Zone erklären. Behörden, in der Regel die Bezirkshauptmannschaften oder Gemeinden, können nun allerdings in besonders sensiblen Bereichen, wie vor Schulen, Spielplätzen oder Seniorenheimen, einfacher Geschwindigkeitsbeschränkungen erlassen. Dies kann Tempo 30, aber auch Tempo 40 sein, wenn es der Verkehrssicherheit dient. An den bestehenden Grundsätzen für die Erlassung von Geschwindigkeitsbeschränkungen in anderen Straßen, Zonen oder gesamten Ortsgebieten ändert sich nichts. Solche Beschränkungen müssen auch weiterhin im Vorfeld von einem Sachverständigen befürwortet werden.

„Tempolimits müssen weiterhin prinzipiell erforderlich sowie stets verhältnismäßig sein“, erklärt Martin Hoffer, Leiter der ÖAMTC-Rechtsdienste.

Regeln für Radarkontrollen in den Gemeinden

Die Verkehrsüberwachung bleibt weiterhin Aufgabe der Bezirkshauptmannschaften und der Polizei. Zukünftig können diese Behörden jedoch unter bestimmten Voraussetzungen den Gemeinden erlauben, eigenständig Radarkontrollen durchzuführen. Dabei werden die Standorte im Vorfeld genau geprüft, zum Beispiel ob es sich um eine Unfallhäufungsstelle handelt.

Grünblinken bei Ampeln bleibt die Regel

Grünblinken bleibt bestehen, trotz gegensätzlicher Spekulationen im Vorfeld. Nur in Ausnahmefällen dürfen an stark frequentierten Auffahrten zu Autobahnen oder Schnellstraßen spezielle Ampeln installiert werden, die den Zufluss von Fahrzeugkolonnen kurzzeitig unterbrechen und nach wenigen Sekunden wieder umschalten. Dabei kann aus Effizienzgründen auf das Grünblinken verzichtet werden. An herkömmlichen Kreuzungen ändert sich jedoch nichts.

„Die sogenannte 'Zuflussregelung' kann an neuralgischen Auffahrten den Verkehrsfluss auf der Autobahn verbessern und die Staugefahr reduzieren. An herkömmlichen Kreuzungen ändert sich jedoch nichts“, stellt Hoffer klar. 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Neuer Speicherteich in Kitzbühel wird 2027 zum kostenlosen Badeplatz

Neuer Speicherteich in Kitzbühel wird 2027 zum kostenlosen Badeplatz

KITZBÜHEL. KitzSki hat auf der Ehrenbachhöhe einen neuen Speicherteich um rund 16 Millionen Euro in Betrieb genommen. Er soll die Beschneiung ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Wandern im Herbst: Das gehört in die Rucksackapotheke

Wandern im Herbst: Das gehört in die Rucksackapotheke

ÖSTERREICH. Blasen oder kleine Verletzungen können eine Wanderung schnell vermiesen. Ein Apotheker und Bergführer erklärt, welche Erste-Hilfe-Ausrüstung ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Österreichs Kulturerbe wächst: Diese sechs Traditionen sind neu

Österreichs Kulturerbe wächst: Diese sechs Traditionen sind neu

ÖSTERREICH. Das Kulturerbe-Verzeichnis in Österreich wächst auf 188 Einträge. Neu dabei sind unter anderem das Jodeln, die Wiener Wurstelpraterkultur ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Dieses alte Bahnareal wird Wiens größtes Renaturierungsgebiet

Dieses alte Bahnareal wird Wiens größtes Renaturierungsgebiet

WIEN. Auf rund 90 Hektar soll in Wien-Breitenlee wertvoller Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen gesichert werden. Dafür werden auch ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Ohne Felller: Das ist das ÖSV-Aufgebot für den Saisonauftakt in Sölden 2026

Ohne Felller: Das ist das ÖSV-Aufgebot für den Saisonauftakt in Sölden 2026

SÖLDEN. Der ÖSV hat seine Starter für den Weltcup-Auftakt in Sölden nominiert. Jakob Eisner feiert in Sölden sein Weltcup-Debüt, Nina Astner ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Vor Bayern-Kracher: RB Leipzig gibt Baumgartner-Update

Vor Bayern-Kracher: RB Leipzig gibt Baumgartner-Update

LEIPZIG. Am kommenden Samstag kommt es in der Deutschen Bundesliga zum Topspiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig. Einen Tag vor der Partie ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Weitere Beiträge