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Wanderin (19) wurde von Bären verschleppt und getötet

Tips Logo Verena Beneder, LL.B., 10.07.2024 16:42

RUMÄNIEN. Am 9. Juli 2024 ereignete sich ein tragischer Vorfall auf dem Jepii Mici Pfad nahe Valea Spumoasă in den Bucegi-Bergen Rumäniens. Eine 19-jährige Frau wurde während einer Wanderung von einem Bären angegriffen und tödlich verletzt. Ihr Begleiter, der Freund der jungen Frau, alarmierte die Behörden über den Notruf und schilderte verzweifelt, wie der Bär die Frau gepackt und fortgeschleppt hatte.

Symbolbild: outdoorsman/stock.adobe.com
Symbolbild: outdoorsman/stock.adobe.com

Die Rettungskräfte von Salvamont Prahova machten sich umgehend auf den Weg, aber konnten nichts mehr für die junge Wanderin tun. Die Einsatzkräfte konnten die Frau nur noch tot auffinden, nachdem der Bär sie in ein schwer zugängliches Gebiet verschleppt hatte. Die Bergung gestaltete sich äußerst schwierig aufgrund des unwegsamen Geländes und der Anwesenheit des Bären, der die Retter immer wieder bedrohte und sich etwa zehn Meter von ihnen entfernt aufhielt.

Bevölkerung wurde gewarnt

Das Notfallinspektorat (ISU) Prahova reagierte prompt auf den tragischen Vorfall und gab eine RO-ALERT-Meldung in der Stadt Bușteni heraus, um die Bevölkerung vor dem Bären zu warnen, der später auch im Bereich des Caraiman-Wasserfalls gesichtet wurde. Diese Warnung sollte die Bewohner in den umliegenden besiedelten Gebieten sensibilisieren.

Debatte über Sicherheitsmaßnahmen und Naturschutz

Der tragische Vorfall hat eine Diskussion über die Sicherheitsmaßnahmen in den rumänischen Bergen ausgelöst. Der ehemalige Umweltminister Tanczos Barna äußerte sich zu dem Vorfall und betonte die Notwendigkeit, über Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume nachzudenken. Während einige Stimmen eine verstärkte Jagd auf problematische Bären fordern, warnen Umweltschutzorganisationen vor den langfristigen Folgen einer solchen Maßnahme für die Umwelt.


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