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STEIERMARK. Alte Autoreifen, Plastikflaschen und sogar ein Campingsessel – was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst, landet leider viel zu oft in heimischen Gewässern. Am Grundlsee haben die Bundesforste und freiwillige Helfer 125 Kilogramm Müll aus dem See geborgen.

Seereinigung Grundlsee (Foto: ÖBf/J. Naumann)
  1 / 2   Seereinigung Grundlsee (Foto: ÖBf/J. Naumann)

Jedes Jahr tauchen sie auf – unschöne Hinterlassenschaften wie Autoreifen, Plastikflaschen und Aluminiumdosen, die nichts in den heimischen Seen verloren haben.

Zum Ende der Badesaison haben die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) gemeinsam mit dem Verein „Umwelttaucher – Sauberkeit durch Taucharbeit“, der Gemeinde Grundlsee und der Freiwilligen Feuerwehr Gößl/Grundlsee den Grund des Sees im Bereich Gößl gesäubert. Die jährliche Aktion sorgt nicht nur für saubere Ufer, sondern trägt auch zum Erhalt der sensiblen Unterwasserwelt bei.

Müll aus See geholt

Insgesamt 125 Kilogramm Müll konnten dieses Jahr von den freiwilligen Tauchern geborgen werden. Darunter befanden sich Glasflaschen, Autoreifen, Dosen und sogar ein Plastiksessel. Die Helfer tauchten in den ufernahen Bereichen des Sees in Tiefen von bis zu 20 Metern, um den Unrat zu entfernen. Obwohl dies nach viel klingt, ist die Müllmenge in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen – ein Zeichen dafür, dass das Umweltbewusstsein gestiegen ist. Im Vergleich zu früheren Reinigungsaktionen beträgt die geborgene Menge heute nur noch etwa ein Drittel.

Gemeinsamer Einsatz für saubere Gewässer

Als größter Seenbewirtschafter Österreichs setzen sich die Bundesforste seit Jahren für die Erhaltung der heimischen Gewässer ein. Die regelmäßigen Seereinigungen am Ende der Badesaison sind dabei ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit. Doch der Erfolg solcher Aktionen hängt auch von der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern ab: Freiwillige Helfer aus den Tauchvereinen, der Wasserrettung und den örtlichen Feuerwehren sind maßgeblich daran beteiligt, die Seen und ihre Ufer von unachtsam entsorgtem Müll zu befreien.

Der Müll, der im Wasser landet, hat nicht nur optische, sondern auch weitreichende ökologische Folgen. Besonders Plastik und Metall zersetzen sich nur sehr langsam und können über Jahrzehnte hinweg Tiere und Pflanzen schädigen. Initiativen wie die Seereinigungen am Grundlsee tragen aktiv zum Schutz dieser wertvollen Ökosysteme bei und helfen, die heimische Natur zu bewahren.


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