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ÖSTERREICH. Mit Jahresbeginn startet Österreichs Einweg-Pfandsystem – ein großer Schritt für Umwelt und Kreislaufwirtschaft. Millionen Flaschen und Dosen werden künftig recycelt, Littering reduziert und wertvolle Ressourcen geschont. Das ändert sich für Konsumenten.   

Neues Einweg-Pfandsystem in Österreich (Foto: stock.adobe.com/Yantra)
Neues Einweg-Pfandsystem in Österreich (Foto: stock.adobe.com/Yantra)

Mit dem Jahreswechsel 2024 läutet Österreich eine neue Ära im Recycling ein: Das Einweg-Pfandsystem für Kunststoffflaschen und Metalldosen startet und markiert einen wichtigen Meilenstein in der heimischen Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, wertvolle Rohstoffe im Umlauf zu halten und das Littering – das achtlose Wegwerfen von Verpackungen in die Natur – deutlich zu reduzieren. 

Ab 2. Jänner kommen die ersten mit dem neuen Pfandlogo gekennzeichneten Flaschen und Dosen in den Handel. Für Konsument:innen bedeutet das: Beim Kauf dieser Produkte wird ein Pfandbetrag von 25 Cent erhoben, der bei der Rückgabe über Automaten oder in Sammelstellen erstattet wird. Parallel dazu startet am 9. Jänner die umfassende Aufklärungskampagne „Achtung Einsatz!“, die auf den Umweltvorteil und die einfache Handhabung des Systems hinweist.

Das müssen Konsumenten ab Jänner 2025 beachten

  • Pfandpflicht für Getränke-Einwegverpackungen: Ab dem 1. Jänner 2025 unterliegen alle mit dem Pfandsymbol gekennzeichneten Kunststoffflaschen und Metalldosen mit einem Volumen zwischen 0,1 und 3 Litern der neuen Pfandverordnung.
  • Ausnahmen: Milchprodukte, Sirupe und medizinische Produkte sind von der Pfandpflicht ausgenommen.
  • Pfandbetrag: Auf Flaschen und Dosen mit österreichischem Pfandlogo entfallen 25 Cent Pfand. Das Pfand wird bei der Rückgabe erstattet. Der Betrag muss auf der Rechnung separat angeführt werden und darf nicht in den Preis eingerechnet werden.
  • Pfandsymbol: Achten Sie auf das österreichische Pfandsymbol oberhalb des Strichcodes. Nur Getränkeverpackungen mit diesem Symbol sind mit Pfand versehen, werden an Rücknahmestellen akzeptiert und das Pfand wird für restentleerte Gebinde ausbezahlt.
  • Übergangsphase 2025: Bis Ende 2025 können noch Getränke ohne Pfandlogo abverkauft werden, sofern sie bis 31. März 2025 produziert worden sind. Getränke mit Pfandsymbol gehören in den Pfandautomaten; solche ohne Pfandsymbol entsorgen Sie bitte fachgerecht.
  • Richtige Rückgabe: Bitte Flaschen und Dosen unzerdrückt, leer und mit lesbarem Etikett zurückgeben. Das Pfandsymbol und der Strichcode müssen von Rückgabeautomaten sowie manuellen Rücknehmern einwandfrei gelesen werden können. Die Verpackung muss eindeutig dem österreichischen Pfandsystem zuordenbar sein.
  • Verschluss bei der Rückgabe: Leere Kunststoffflaschen können mit oder ohne Verschluss zurückgebracht werden. Das hat keinen Einfluss auf die Pfandauszahlung.
  • Rücknahmestellen: Die Rückgabe erfolgt an vielen Verkaufsstellen, wo die pfandpflichtigen Gebinde verkauft werden, also in Supermärkten, Bäckereien, Drogeriemärkten oder in manchen gastronomischen Betrieben. Die Rücknahme kann entweder über Automaten oder manuell erfolgen.
  • Anzahl der Rückgabe: Rücknahmeautomaten akzeptieren unbegrenzt viele Gebinde. Verkaufsstellen mit manueller Rücknahme müssen nur die üblichen Mengen, die pro Kund:in verkauft werden, zurücknehmen.

Aus alten Flaschen und Dosen werden Neue

Das ambitionierte Ziel: Bis 2027 sollen 90 Prozent der Flaschen und Dosen zurückgegeben und recycelt werden. Mit rund 2,2 Milliarden jährlich erfassten Gebinden könnte Österreich bereits vor 2029 die EU-Vorgaben für Sammelquoten erfüllen. Das System schafft einen geschlossenen Kreislauf: Aus alten Flaschen und Dosen werden neue – effizient, ressourcenschonend und nachhaltig.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung das neue System bereits jetzt unterstützt: 82 Prozent der Österreicher:innen sprechen sich dafür aus, und 70 Prozent sind überzeugt, dass das Pfandsystem das Littering sichtbar reduziert.


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