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Weiterer Bär in Tirol gesichtet: Wildkamera fängt Meister Petz im Bezirk Landeck ein

Tips Logo Thomas Leitner, 07.10.2025 17:28

TIROL. Nach einem nachgewiesenen Bärenriss in Nauders ist nun in der Nachbargemeinde Pfunds ein Bär auf einer Wildkamera des Landes dokumentiert worden. Die Behörden sehen aber weiterhin keine erhöhte Gefahr für die Bevölkerung.

Wildkameraaufnahme des Bären im Gemeindegebiet von Pfunds (Foto: Land Tirol)
Wildkameraaufnahme des Bären im Gemeindegebiet von Pfunds (Foto: Land Tirol)

Im Bezirk Landeck ist erneut ein Bär nachgewiesen worden. Nachdem Mitte September in Nauders ein Schaf gerissen und ein Bär genetisch als Verursacher bestätigt wurde, konnte nun ein weiteres Tier im Gemeindegebiet von Pfunds dokumentiert werden. Die Aufnahme stammt von einer Wildkamera des Landes Tirol. Ob es sich um dasselbe Individuum handelt, das bereits in Nauders aktiv war, ist derzeit unklar. Experten prüfen die Daten, um mehr über die Wanderbewegungen der Großraubtiere in der Region zu erfahren.

Keine Gefahr für Bevölkerung

Trotz der erneuten Sichtung geben die Behörden Entwarnung. Es bestehe kein Hinweis darauf, dass sich ein Bär Menschen nähert oder die natürliche Scheu verliert. Alle bisherigen Nachweise in Tirol betreffen Tiere, die das erwartete zurückhaltende Verhalten zeigen und besiedelte Gebiete meiden. Die Wahrscheinlichkeit, überhaupt einem Bären zu begegnen, wird weiterhin als äußerst gering eingestuft.

Genetische Bestätigung in Nauders

Das erste Ereignis im Bezirk betraf den Riss eines Schafes in Nauders. Die genetische Untersuchung der entnommenen Tupferproben ergab eindeutig, dass ein Bär dafür verantwortlich war. Weitere aktuelle Hinweise oder neue Rissereignisse liegen derzeit nicht vor. Ergebnisse zu möglichen zusätzlichen Proben werden noch ausgewertet.

Meldungen helfen bei Überwachung

Das Land Tirol appelliert an alle Naturbeobachter, Sichtungen von Großraubtieren rasch zu melden – über das Sichtungsformular auf der Website des Landes oder direkt bei der Bezirkshauptmannschaft. Besonders wichtig sind Foto- oder Videoaufnahmen, um Tiere zu identifizieren und deren Verhalten besser einschätzen zu können. So bleibt die Beobachtung der Bärenbewegungen in Tirol transparent und aktuell.


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