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Österreich knackt Milliardengrenze: Rückgabe von Dosen und Flaschen erreicht neuen Rekord

Tips LogoThomas Leitner, 30.10.2025 11:23

ÖSTERREICH. Zehn Monate nach Einführung des Einweg Pfandsystems wurden österreichweit über eine Milliarde Dosen und Flaschen retourniert. Die Sammelquote nähert sich rasant dem Jahresziel.

Metalldose mit Pfandlogo (Foto: Martin Steiger)
Metalldose mit Pfandlogo (Foto: Martin Steiger)

Österreich zieht eine starke Zwischenbilanz beim großen Kreislaufwirtschaftsprojekt des Jahres. Seit Einführung des Einweg Pfandsystems im Jänner 2025 wurden mehr als eine Milliarde Kunststoffflaschen und Metalldosen zurückgegeben. Ziel ist es, wertvolle Materialien im Kreislauf zu halten und die Vermüllung der Natur deutlich zu reduzieren. Rund 75 Prozent der Bevölkerung unterstützen das System und nutzen aktiv die Rückgabestellen.

Rasanter Start mit hoher Sammelquote

Im ersten Quartal wurden 36 Millionen Gebinde gesammelt, zehn Monate später ist die Milliardengrenze überschritten. Damit liegt Österreich klar auf Erfolgskurs. Die gesetzlich vorgegebene Rücklaufquote von 80 Prozent im ersten Jahr rückt in greifbare Nähe. Die finale Quote wird Anfang 2026 feststehen, denn zwischen Verkauf und Rückgabe der Gebinde vergehen im Schnitt sieben bis acht Wochen. Trotz dieser Verzögerung deutet alles auf das Erreichen des Jahresziels hin. Österreich würde damit deutlich früher als von der EU gefordert die 90-Prozent-Marke ansteuern.

Kreislauf statt Müll

Das Pfandsystem sorgt dafür, dass gesammelte Materialien sortenrein recycelt und wieder zu neuen Getränkeverpackungen verarbeitet werden. Produzenten haben ein Vorkaufsrecht auf die Rohstoffe und können diese direkt wieder einsetzen. Damit wird der Anteil an recyceltem Material erhöht, internationale Zukäufe werden reduziert und die Umwelt nachhaltig entlastet. Die Bevölkerung sieht die Vorteile klar: weniger Müll in der Natur und ein geschlossener Kreislauf für wertvolle Ressourcen.   

Rückgabezahlen nach Bundesländern

  • Vorarlberg: 40 Millionen
  • Tirol: 74 Millionen
  • Salzburg: 69 Millionen
  • Kärnten: 64 Millionen
  • Steiermark: 137 Millionen
  • Oberösterreich: 149 Millionen
  • Niederösterreich: 221 Millionen
  • Wien: 239 Millionen
  • Burgenland: 40 Millionen

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