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GROSSBRITANNIEN. Ein Brite wollte unbedingt einen männlichen Erben und ging dafür ungewöhnliche Wege. Der Aristokrat und Multi-Millionär Sir Benjamin Slade suchte öffentlich nach einer jungen Frau, die ihm einen Sohn schenken sollte. Die Mission war klar: Den Fortbestand seines Titels und seines historischen Anwesens zu sichern.

Symbolbild: Vasyl/stock.adobe.com
Symbolbild: Vasyl/stock.adobe.com

Sir Benjamin Slade, einer der exzentrischsten Großgrundbesitzer Großbritanniens, fürchtete seit Jahren um die Zukunft seines Titels und seines Landhauses. Ohne männlichen Erben, so glaubte er, würde seine Linie enden. Deshalb startete er eine Suche nach einer jungen Frau, die bereit wäre, ihm einen Sohn zu schenken.

Fragwürdige Inserate

Slade formulierte Anforderungen, die für massive Kritik sorgten. Er suche eine gute Zuchttauglichkeit, wie er es mehrfach ausdrückte. Die Frau solle jung, körperlich fit und idealerweise in der Lage sein, einen männlichen Nachkommen zu gebären. Die Wortwahl wirkte befremdlich und erinnerte eher an Tierhaltung als an Partnersuche. Dennoch erhielt er viel Aufmerksamkeit und auch Bewerberinnen.

Suche auf Tinder

Der 79-Jährige suchte auch online nach einer Partnerin. Mitarbeiter richteten ihm ein Profil auf Tinder ein, allerdings mit einem falschen Alter. Statt 79 gab Slade 56 an und hoffte, damit jüngere Frauen anzusprechen. Die Matches kamen, doch keine Verbindung hielt. Sein streng selektives Auswahlverhalten und sein offener Wunsch nach einem künftigen Erben waren für viele Frauen ein sofortiges Ausschlusskriterium.

Frau brachte Mädchen zur Welt

Auf einer exklusiven Co Parenting Plattform fand Slade schließlich eine Frau, die seinen Vorstellungen zumindest teilweise entsprach. Es handelte sich um die amerikanische Künstlerin und Dichterin Sahara Sunday Spain, die deutlich jünger war als er. Beide entschieden sich für eine IVF Behandlung. Zwei Hochzeiten wurden vorbereitet, doch Slade sagte beide kurzfristig ab. Im Herbst 2020 brachte Sahara eine Tochter zur Welt, die den Namen Violet erhielt. Für Slade war dies kein Grund zur Freude, da er unbedingt einen Sohn wollte. Sahara berichtet, Slade habe seine Tochter bis heute nicht ein einziges Mal gesehen. Die finanzielle Unterstützung komme nur sporadisch, emotionale Unterstützung gebe es überhaupt nicht. Ihr Urteil fällt hart aus. Sie findet klare Worte und sagt, sein Verhalten sei beschämend. 


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