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FRANKREICH. Über den Dächern der Pariser Vororte ist eine neue Verkehrsachse entstanden. Mit der Stadtseilbahn „Câble C1“ verbindet Paris erstmals Vororte direkt mit der Métro.

Die neue Seilbahn in Paris (Foto: Doppelmayr / Laurent GRANDGUILLOT-IDFM)
Die neue Seilbahn in Paris (Foto: Doppelmayr / Laurent GRANDGUILLOT-IDFM)

Paris setzt einen markanten Schritt in der urbanen Mobilität. Mit der offiziellen Inbetriebnahme der Linie „Câble C1“ verfügt die französische Metropolregion erstmals über eine Stadtseilbahn, die den öffentlichen Verkehr sinnvoll ergänzt und neue Verbindungen schafft.

Neue Verbindung über der Stadt

Die Seilbahn verläuft über eine Strecke von 4,5 Kilometern und verbindet mehrere südliche Vororte direkt mit der Métrolinie 8.

Damit erhalten bislang schlechter angebundene Wohngebiete einen schnellen Anschluss an das Pariser Verkehrsnetz. Die Fahrzeit zwischen Start- und Endpunkt beträgt rund 18 Minuten und ersetzt in vielen Fällen lange Busfahrten durch dichter befahrene Straßenzüge.

Die Linie wurde bewusst als Teil des bestehenden öffentlichen Verkehrs konzipiert. Fahrgäste können reguläre Tickets nutzen, Umstiege sind nahtlos möglich. Erwartet werden mehrere tausend Fahrgäste täglich, insbesondere Pendler aus den dicht besiedelten Randbezirken.

Österreichische Technik über Paris

Geliefert wurde die Anlage von der Vorarlberger Firma Doppelmayr, einem international führenden Seilbahnbauer. Insgesamt sind 105 Gondeln im Einsatz, jede davon bietet Platz für bis zu zehn Personen. Die Kapazität liegt bei mehreren tausend Passagieren pro Stunde und Richtung.

Das Projekt gilt als Vorzeigeinitiative für moderne Stadtplanung. Seilbahnen benötigen vergleichsweise wenig Platz, verursachen kaum Lärm und lassen sich dort einsetzen, wo klassische Schienen- oder Straßenlösungen an ihre Grenzen stoßen. In Paris soll die neue Linie nicht nur den Verkehr entlasten, sondern auch als Modell für weitere urbane Seilbahnprojekte dienen.


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