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Rätselvirus breitet sich aus: Adenovirus sorgt für neue Krankheitswelle in Europa

Tips Logo Thomas Leitner, 31.12.2025 14:43

EUROPA. Nicht Grippe, nicht Corona, nicht RSV: Ein hartnäckiges Virus sorgt aktuell für volle Arztpraxen und verunsicherte Eltern. Das Adenovirus breitet sich wieder spürbar aus.

Adenovirus hat Europa im Griff und beginnt meistens im Hals (Foto: peopleimages.com/adobe.stock)
Adenovirus hat Europa im Griff und beginnt meistens im Hals (Foto: peopleimages.com/adobe.stock)

Eine ungewöhnliche Krankheitswelle hält derzeit Teile Europas in Atem. Vor allem in Großbritannien und mehreren anderen Ländern melden Ärzte einen deutlichen Anstieg von Adenovirus-Infektionen. Betroffen sind vor allem Kinder, doch auch Erwachsene klagen über lang anhaltende Beschwerden, die oft stärker ausfallen als bei klassischen Erkältungen.

Wenn Erkältungssymptome nicht verschwinden

Das Adenovirus ist kein neues Virus, aber ein besonders zähes. Typisch sind Fieber, starker Husten, Halsschmerzen, Bindehautentzündungen oder Magen-Darm-Beschwerden. Viele Erkrankte berichten, dass die Symptome deutlich länger anhalten als bei einem grippalen Infekt. Besonders bei Kleinkindern kommt es immer wieder zu schweren Verläufen, die eine stationäre Behandlung notwendig machen.

Gesundheitsbehörden betonen, dass die meisten Infektionen zwar mild verlaufen, die hohe Ansteckungsfähigkeit aber zu einer raschen Verbreitung führt. Das Virus überlebt lange auf Oberflächen und wird nicht nur durch Tröpfchen, sondern auch durch Schmierinfektionen weitergegeben.

Keine Impfung, keine gezielte Therapie

Ein Grund für die wachsende Aufmerksamkeit ist die fehlende spezifische Behandlung. Gegen Adenoviren gibt es derzeit keine allgemein zugelassene Impfung und kein gezielt wirksames Medikament. Die Therapie beschränkt sich auf die Linderung der Symptome. Gerade deshalb warnen Mediziner davor, Infekte zu unterschätzen oder trotz Fieber und starkem Husten Schule oder Arbeit zu besuchen.

Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem sowie kleine Kinder. Experten raten zu konsequenter Hygiene, gründlichem Händewaschen und Abstand bei Krankheitssymptomen. Von alarmistischen Szenarien ist jedoch keine Rede: Eine pandemische Entwicklung sehen Fachleute aktuell nicht.


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