Wenn jede Minute zählt: ÖAMTC-Flugrettung hebt 2025 fast 22.000-mal ab
ÖSTERREICH. Alarm aus der Luft, Hoffnung am Boden. Die ÖAMTC-Flugrettung wurde 2025 zu 21.650 Einsätzen gerufen. Fast 60-mal täglich hoben Christophorus-Crews ab, um Leben zu retten.
Sirenen, Rotorenlärm, Sekunden entscheiden über Leben und Tod. Genau dieses Szenario spielte sich 2025 in Österreich im Schnitt 59-mal pro Tag ab. Die Crews der ÖAMTC-Flugrettung rückten zu insgesamt 21.650 Einsätzen aus – so häufig wie selten zuvor. Für Geschäftsführer Marco Trefanitz ein klarer Beweis, wie unverzichtbar ein flächendeckendes Netz an Stützpunkten und perfekt abgestimmte Teams sind.
Notfälle statt Verkehrsunfälle
Entgegen vieler Erwartungen dominierten auch 2025 nicht schwere Verkehrsunfälle das Einsatzgeschehen. Fast jede zweite Alarmierung erfolgte wegen internistischer oder neurologischer Notfälle wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Gerade hier ist der Zeitvorteil des Hubschraubers oft entscheidend für Überleben und Prognose. Unfälle im Freizeit- und Haushaltsbereich sowie alpine Sportunfälle folgten mit deutlichem Abstand.
Wintereinsätze im alpinen Gelände
Besonders gefordert waren die Crews in der kalten Jahreszeit. Vier saisonale Alpin-Stützpunkte wurden allein im Winter zu 1.796 Einsätzen alarmiert. Schneereiche, schwer erreichbare Regionen machten den Hubschrauber häufig zur einzigen schnellen Rettungsoption. Auch hier zeigte sich: Aus der Luft erreicht Hilfe Orte, die vom Boden aus kaum zugänglich sind.
Technik gegen Zeit und Wetter
Stillstand gilt bei der Flugrettung als Rückschritt. 2025 wurde erstmals ein Hubschrauber mit einer Rettungswinde für nächtliche Einsätze im alpinen Gelände ausgerüstet. Parallel kommen neue Verfahren gegen Nebel und schlechte Sicht zum Einsatz. Satellitengestützte Flugkorridore sollen künftig selbst bei widrigen Bedingungen sichere Anflüge ermöglichen – eine Art Autobahn in der Luft für Notfälle.
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