Tödlicher Alpinunfall am Mölltaler Gletscher: 21-Jähriger stirbt nach verpasster Gondel
KÄRNTEN. Ein 21-jähriger Urlauber aus Polen verpasst am 28. Februar 2026 die letzte Gondel am Mölltaler Gletscher und stirbt beim Abstieg ins Tal.

Ein junger Urlauber wollte nur noch ins Tal – und bezahlte den Versuch mit seinem Leben. Am 28. Februar 2026 versäumte ein 21-jähriger Pole im Skigebiet am Mölltaler Gletscher im Bezirk Spittal an der Drau die letzte Talfahrt mit der Gondel. Statt auf Hilfe zu warten, entschloss sich der Mann offenbar zu einem riskanten Abstieg zu Fuß.
Was als vermeintlich kurzer Weg erschien, entwickelte sich in der Dunkelheit und im hochalpinen Gelände zur tödlichen Falle.
Sturz im unwegsamen Gelände
Nach Angaben der Polizei dürfte der 21-Jährige versucht haben, über unwegsames Gelände zur Talstation zu gelangen. Dabei kam er bergab zu Sturz. In weiterer Folge dürfte er teilweise in einem Bachbett zum Liegen gekommen sein. Bei winterlichen Temperaturen und alpinen Bedingungen verschärfte sich die Situation dramatisch.
Erst in den Morgenstunden wurde der junge Mann von einem Polizeihubschrauber entdeckt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Die Einsatzkräfte konnten ihn nur noch tot bergen.
Letzte Gondel verpasst – fatale Entscheidung
Der tragische Unfall zeigt, wie schnell sich eine vermeintlich harmlose Situation im Gebirge zuspitzen kann. Das Hochgebirge rund um den Gletscher ist auch im organisierten Skiraum kein ungefährlicher Ort, sobald man gesicherte Bereiche verlässt. Ohne Orientierung, Licht und geeignete Ausrüstung wird selbst ein kurzer Abstieg zur unkalkulierbaren Gefahr.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen. Hinweise auf Fremdverschulden liegen laut Polizei derzeit nicht vor.


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