Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WEIZ/STEIERMARK. Für eine Familie aus dem Bezirk Weiz endete der Start ins Familienleben mit einem finanziellen Schock. Nur wenige Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus lag eine Zahlungsaufforderung über insgesamt rund 28.700 Euro im Briefkasten. Für die junge Familie bedeutete diese Summe eine enorme Belastung.

Symbolbild: fizkes/stock.adobe.com
Symbolbild: fizkes/stock.adobe.com

Die Forderung teilte sich auf: Rund 6.400 Euro verrechnete das Spital für den Aufenthalt der Mutter, die restlichen 22.300 Euro entfielen auf die medizinische Versorgung des Neugeborenen. In ihrer Verzweiflung wandte sich die Familie an die Arbeiterkammer Steiermark.

Wohnsitz in Ungarn sorgte für Probleme

Die Ursache lag in einer komplizierten internationalen Versicherungssituation. Da Mutter und Kind ihren Hauptwohnsitz im Nachbarland Ungarn haben, der Vater jedoch in Österreich arbeitet, waren Behörden beider Länder involviert. Die Österreichische Gesundheitskasse erkannte die Mitversicherung zunächst nicht an, weil Unstimmigkeiten über den exakten Beginn des Versicherungsschutzes bestanden. Das Krankenhaus stufte die Patienten deshalb als Selbstzahler ein.

Vater zahlte erste Raten

Durch das rasche Einschreiten der Arbeiterkammer konnte die Rechnung der Mutter schnell storniert werden, die 22.300 Euro für das Baby blieben jedoch offen. Weil sich die bürokratische Klärung über Monate zog, vereinbarte der Vater eine Ratenzahlung, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Rund 4.500 Euro zahlte er bereits aus eigener Tasche.

Rückwirkende Lösung

Nach zähen Verhandlungen der Arbeiterkammer mit den Sozialversicherungsträgern folgte schließlich die Wende. Die Familienzugehörigkeit des Kindes wurde rückwirkend ab dem Tag der Geburt anerkannt, womit die Grundlage für die Forderung wegfiel. Die offene Restschuld von 17.800 Euro wurde gestrichen und die bereits gezahlten 4.500 Euro werden dem Vater komplett zurückerstattet. 


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Sturzflut in Nepal: Schuldirektor rettet mehr als 1600 Menschen

Sturzflut in Nepal: Schuldirektor rettet mehr als 1600 Menschen

NEPAL. Eine gewaltige Flutwelle raste auf eine Schule in Nepal zu, als Lehrer Rajendra Dawadi die entscheidenden Sekunden nutzte. Mit einem ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Insider enthüllt: Prinz Harry weiter auf Konfrontationskurs mit Royal Family

Insider enthüllt: Prinz Harry weiter auf Konfrontationskurs mit Royal Family

LONDON/ENGLAND. Prinz Harry ist wieder in Großbritannien – von einer Versöhnung mit der Royal Family soll allerdings offenbar keine Rede ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Flugzeugabsturz im Attersee: Neue Strategie für die Wrack-Bergung

Flugzeugabsturz im Attersee: Neue Strategie für die Wrack-Bergung

STEINBACH/ATTERSEE. Die Bergung des Flugzeugwracks aus 160 Metern Tiefe bleibt schwierig. Nach neuen Beratungen der Einsatzkräfte sollen die ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Sasa Kalajdzic offenbar kurz vor Rückkehr zum LASK

Sasa Kalajdzic offenbar kurz vor Rückkehr zum LASK

LINZ. Die Verhandlungen zwischen den LASK und Sasa Kalajdzic über eine Rückkehr des Nationalspielers sollen laut Medienberichten kurz vor ...

Tips - total regionalOnline Sportredaktion
Starnacht aus der Wachau: Diese Stars stehen im September auf der Bühne

Starnacht aus der Wachau: Diese Stars stehen im September auf der Bühne

NIEDERÖSTERREICH. Die STARnacht aus der Wachau bekommt prominenten Zuwachs: Peggy March und Chris Steger ergänzen das Line-up des großen ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Alpenverein zieht Konsequenz: Dieser 3000er verliert seinen Namen

Alpenverein zieht Konsequenz: Dieser 3000er verliert seinen Namen

SALZBURG. Eine ungewöhnliche Konsequenz aus der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit: Der Alpenverein Salzburg hat das Gipfelschild des „Pillewizer“ ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Weitere Beiträge