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Würgeschlange mitten in der Steiermark gesichtet: Das ist der aktuelle Stand

Tips LogoManuel Tonezzer, 03.06.2026 09:10

WEINITZEN/STEIERMARK. Ein Jogger entdeckte in Weinitzen bei Graz eine exotische Würgeschlange. Experten gehen davon aus, dass es sich um einen ausgebüxten oder ausgesetzten Königspython handelt. Seit Mitte Mai läuft die Suche nach dem Tier. Das ist der aktuelle Stand:

Bei dem in der Steiermark gefundenen Schlange soll es sich um eine Königspython handeln. Symbolbild: stock.adobe.com/Agus Gatam

Ein ungewöhnlicher Fund sorgte Mitte Mai in der Steiermark für Aufsehen: Ein Jogger entdeckte am Schöcklbach in Weinitzen (Graz-Umgebung) eine exotische Schlange, die nach ersten Einschätzungen ein Königspython sein dürfte. Das Tier ist seither verschwunden.

Umgebung des Fundorts abgesucht

Auch mehrere Wochen danach läuft die Suche nach der Schlange. Wie Reptilien- und Amphibienexperten Werner Stangl vom Steirischen Reptilienverein auf TIPS-Anfrage bestätigt, gibt es noch keine neuen Infos zum Aufenthaltsort des Tieres.

Die Umgebung des Fundortes wurde bereits abgesucht, bislang jedoch ohne Erfolg - weswegen Stangl auf Hinweise aus der Bevölkerung hofft. Wer die Schlange entdeckt, solle nicht zu nahe herangehen, um das Tier nicht zu verscheuchen. Stattdessen empfiehlt Stangl, ein Foto zu machen und ihn zu kontaktieren.

Läufer machte Foto

Der Läufer, der das Tier entdeckte, war im Bereich des Annagrabens am Sundlweg unterwegs, als er die Schlange bemerkte. Er machte ein Foto des Tieres, ehe dieses verschwand. Zu Hause zeigte er die Aufnahme seinem Schwiegervater, der sofort erkannte, dass es sich nicht um eine heimische Schlangenart handeln konnte. Daraufhin wurde die Landeswarnzentrale verständigt.

Diese nahm Kontakt mit Werner Stangl auf. Nach Prüfung des Fotos kam dieser rasch zu einer ersten Einschätzung. „Es war schnell klar, dass es sich um keinen Fake, sondern um eine echte Schlange handelt“, sagte Stangl gegenüber der „Kronen Zeitung“.

Königspythons ursprünglich in Afrika beheimatet

Für Menschen bestehe laut dem Experten keine Gefahr. Der Königspython sei ungiftig, bewege sich langsam fort und ernähre sich unter anderem von Mäusen. Vermutlich sei das Tier entweder ausgebüxt oder absichtlich ausgesetzt worden. 

Königspythons sind ursprünglich in West- und Zentralafrika beheimatet. Dort leben sie vor allem in Savannen, Graslandschaften und lichten Wäldern. Als Haustiere werden die ungiftigen Würgeschlangen weltweit gehalten. Einen Winter bei uns könnten sie nicht überleben.

 


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