Gewehrsalven statt Neujahrsgrüße: Kugel durchschlägt Kinderzimmer – Polizei fasst Schützen im Burgenland
BURGENLAND. In Oberwart schoss ein 31-Jähriger in der Silvesternacht viermal aus dem Fenster. Eine Kugel durchschlug das Fenster eines Kinderzimmers, ein fünfjähriges Mädchen blieb unverletzt. Polizei ermittelt erfolgreich.
In der stillen Silvesternacht verwandelte Alkoholgenuss einen Mann im Bezirk Oberwart in eine tickende Gefahr für seine Nachbarn. Gegen 4.50 Uhr feuerte der 31-Jährige nach starkem Alkoholkonsum mehrfach mit einem Gewehr aus dem Fenster seines Hauses. Einer der vier Schüsse schlug rund 150 Meter entfernt in das Fenster eines Einfamilienhauses ein – direkt im Kinderzimmer eines fünfjährigen Mädchens, das friedlich schlief. Nur durch Zufall blieb das Kind unverletzt.
Projektil durchschlägt Kinderzimmerfenster
Die Einschläge der Schüsse blieben in der Silvesternacht unbemerkt. Der Vater des Mädchens hörte zwar einen Knall, konnte am frühen Morgen jedoch zunächst keine Schäden erkennen. Erst beim Aufstehen am Neujahrsmorgen entdeckte er ein Einschussloch im Fenster und Schäden an der Einrichtung seines Kindes. Der Schock saß tief, als klar wurde, was hätte passieren können. Der Vater erstattete umgehend Anzeige.
Video-Telefonie wird zur Schusswaffe
Laut Polizei wollte der Beschuldigte seine registrierten Waffen während einer Video-Telefonie mit Bekannten präsentieren, als es zu dem folgenschweren Zwischenfall kam. Ob er die Gefahr seiner Handlungen richtig einschätzte, bleibt unklar – sicher ist, dass sein Leichtsinn hätte katastrophale Folgen haben können. Die Fahndung der Polizei verlief zügig: Noch am Nachmittag des Neujahrstages konnte der Mann ausgeforscht werden.
Waffen weg, Anzeige liegt vor
Die Beamten beschlagnahmten die registrierten Waffen des 31-Jährigen und sprachen ein striktes Waffenverbot gegen ihn aus. Neben dem Entzug seiner Schusswaffen droht dem Mann nun eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen laufen weiter, um mögliche rechtliche Konsequenzen umfassend zu prüfen. Glück im Unglück war, dass niemand verletzt wurde.
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